Bei ihrem Versuch, mit einem Boot von Libyen nach Italien zu gelangen, sind offenbar zwischen 70 und 80 Menschen im Mittelmeer ums Leben gekommen. 32 Menschen konnten die italienische Küstenwache und zwei Handelsschiffe in den Gewässern vor Libyen retten, die Geretteten wurden auf die Insel Lampedusa gebracht. Überlebende des Bootsunglücks berichteten italienischen Medien zufolge, sie seien in einem Holzboot mit 110 Migranten in der Nacht zum Samstag in der Nähe der libyschen Hauptstadt Tripolis aufgebrochen. Nach etwa 15 Stunden auf See sei das Boot gekentert, ein Aufklärungsflugzeug der italienischen Küstenwache entdeckte die Schiffbrüchigen. Die Migranten und Migrantinnen kamen aus Pakistan, Bangladesch und Ägypten. Unter den Überlebenden ist laut der Hilfsorganisation Save the Children mindestens ein Minderjähriger. Wie die Organisation mitteilte, sind in diesem Jahr bereits 800 Menschen im Mittelmeer vermisst.