DiplomatieFriedrich Merz in der Trump-Falle

Lesezeit: 3 Min.

US-Präsident Donald Trump (rechts) und Bundeskanzler Friedrich Merz im Juni 2025 im Oval Office im Weißen Haus.
US-Präsident Donald Trump (rechts) und Bundeskanzler Friedrich Merz im Juni 2025 im Oval Office im Weißen Haus. (Foto: Evan Vucci/AP)

Der Kanzler steckt im Dilemma. Mit Kritik am Venezuela-Einsatz könnte er seinen Draht zum US-Präsidenten gefährden. Doch zu offenkundige Leisetreterei lässt ihn schwach aussehen.

Von Daniel Brössler, Berlin

Bundeskanzler Friedrich Merz ist zwar Jurist, kommt aber, anders als etwa die frühere Außenministerin Annalena Baerbock für sich reklamiert hat, nicht vom Völkerrecht her. Dennoch dürfte Merz, der  1985 in Saarbrücken sein zweites juristisches Staatsexamen abgelegt hat, nicht wirklich überraschen, dass Völkerrechtler seiner Einschätzung, die rechtliche Einordnung des US-Einsatzes in Venezuela sei „komplex“, bisher nicht recht folgen mochten. Die Entführung des venezolanischen Machthabers Nicolás Maduro aus einer Residenz in Caracas durch ein US-Kommando fällt nach recht einhelliger Expertenmeinung eher nicht in die Kategorie besonders kniffliger Sachverhalte. Knifflig ist vielmehr die Lage des Kanzlers.

Zur SZ-Startseite

Venezuela
:Öl, Macht, Geopolitik: Das steckt wirklich hinter dem Angriff der USA

US-Präsident Trump sagt ganz offen, dass es ihm in Venezuela um lukrative Geschäfte geht. Aber es bleiben Fragen: In welchem Zustand ist die dortige Ölindustrie? Und warum ist sie für die USA interessant? Eine Analyse mit Satellitenbildern und Grafiken.

SZ PlusVon Benedikt Peters und Elisa von Grafenstein

Lesen Sie mehr zum Thema

  • Medizin, Gesundheit & Soziales
  • Tech. Entwicklung & Konstruktion
  • Consulting & Beratung
  • Marketing, PR & Werbung
  • Fahrzeugbau & Zulieferer
  • IT/TK Softwareentwicklung
  • Tech. Management & Projektplanung
  • Vertrieb, Verkauf & Handel
  • Forschung & Entwicklung
Jetzt entdecken

Exklusive Gutscheine für SZ-Abonnenten: