Seit einer Woche erst verhandeln Union und SPD in Berlin über die Bildung einer neuen Bundesregierung. Doch trotz dieses überschaubaren Zeitrahmens haben sich bereits einige erstaunliche Dinge ereignet – jedenfalls aus der Perspektive von CDU und CSU. Nachdem just am ersten Tag der Sondierungsgespräche US-Präsident Donald Trump den ukrainischen Präsidenten Wolodimir Selenskij im Oval Office gedemütigt und die europäische Sicherheitsarchitektur damit fundamental ins Wanken gebracht hatte, konnte das Unionspublikum nämlich gleich mehrere Wandlungen seines Chefverhandlers Friedrich Merz besichtigen.
SondierungsgesprächeMerz befindet sich in einer unbequemen Ausgangslage
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CDU-Chefverhandler Friedrich Merz (Zweiter von links) und CSU-Chef Markus Söder (links) erfüllen die fiskalpolitischen Wünsche der SPD-Vorsitzenden Lars Klingbeil und Saskia Esken gerade in einem Ausmaß, das sich so nicht einmal in deren Wahlprogramm findet.
Foto: Kay Nietfeld/dpaUnion und SPD verhandeln erst seit einer Woche über eine neue Regierung. Friedrich Merz aber präsentiert sich jetzt schon deutlich anders als im Wahlkampf. In seiner Partei sorgt das für Unruhe.
Von Henrike Roßbach, Berlin