Es war ein herrlicher Spätsommerabend, die Stimmung gut. Friedrich Merz und Emmanuel Macron speisten auf der Festung von Brégançon an der Côte d’Azur, am nächsten Tag leiteten Kanzler und Präsident im nahen Toulon den deutsch-französischen Ministerrat. Merz freute sich über den „warmherzigen Empfang hier an einem so wunderbaren und beeindruckenden Ort“, schwärmte von der „starken deutsch-französische Partnerschaft“ und konstatierte: „Wir teilen den gleichen klaren Blick auf die inneren und die äußeren Herausforderungen, vor denen unsere beiden Länder stehen.“ Macron beschwor den „deutsch-französischen Reflex“. Dieser zeige auch auf der internationalen Bühne Wirkung. Nicht einmal fünf Monate ist das her, politisch allerdings eine halbe Ewigkeit.
EuropaMacron war gestern. Jetzt setzt Merz auf Meloni
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Der Kanzler wollte das deutsch-französische Tandem wiederbeleben, doch Frankreichs Präsident ist politisch gelähmt. Da kommen die Regierungskonsultationen in Rom gerade recht.
Von Elisa Britzelmeier und Daniel Brössler, Rom, Berlin
