Merkel und MachtworteLass die Leute reden ...

Seit zehn Jahren ist Angela Merkel Vorsitzende der CDU. Ihre Karriere zeigt, wie wenig Macht mit Machtworten zu tun haben kann. Bilder und Worte der Bundeskanzlerin. Zusammengestellt von Barbara Vorsamer

Merkel und Machtworte – Pubertät

Zum Amt der Parteichefin kommt Merkel sogar mit einer Art Machtwort. Als erste in der Partei wendet sich die damalige Generalsekretärin von ihrem spendenaffären-gebeutelten Übervater Helmut Kohl ab und schreibt 2000 in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung:

"Die Partei muss also laufen lernen, muss sich zutrauen, in Zukunft auch ohne ihr altes Schlachtross, wie Helmut Kohl sich oft selbst gerne genannt hat, den Kampf mit dem politischen Gegner aufzunehmen. Sie muss sich wie jemand in der Pubertät von zu Hause lösen, eigene Wege gehen."

Schreibt sie da vielleicht nicht nur über die Partei, sondern über sich selbst? Viel Zeit für pubertäre Aufmüpfigkeit bleibt Angela Merkel jedoch nicht, denn nur wenige Monate später übernimmt sie selbst die Führung der CDU. Seitdem ließ sie nicht mehr viele Machtworte hören.

Foto: dpa; im Bild: Generalsekretärin Angela Merkel mit dem damaligen baden-württembergischen Ministerpräsidenten Erwin Teufel

Welches Machtwort von Angela Merkel haben Sie vermisst?

7. April 2010, 16:342010-04-07 16:34:00 © sueddeutsche.de/Barbara Vorsamer