Menschenrechte Weniger Hinrichtungen

Einem Bericht von Amnesty International zufolge ist die Zahl dokumentierter Hinrichtungen im vergangenen Jahr weltweit um etwa ein Drittel gesunken. Eine erhebliche Dunkelziffer gibt es demnach allerdings vor allem in China.

Die Zahl dokumentierter Hinrichtungen ist 2018 um etwa ein Drittel gesunken und hat laut Amnesty International den niedrigsten Stand seit zehn Jahren erreicht. Die Menschenrechtsorganisation verzeichnet in ihrem am Mittwoch veröffentlichten Bericht mindestens 690 Hinrichtungen in 20 Staaten. 2017 waren es noch 993 Exekutionen in 23 Staaten gewesen. Allerdings gebe es eine erhebliche Dunkelziffer, vor allem in China, wo auch 2018 mutmaßlich mehrere Tausend Menschen hingerichtet worden seien. Laut Bericht sind für 78 Prozent der dokumentierten Exekutionen vier Länder verantwortlich: Iran (mindestens 253), Saudi-Arabien (149), Vietnam (mindestens 85) und der Irak (mindestens 52).