UN-Jurist Nils Melzer:Der Mann, der in Assange ein Folteropfer sieht

UN-Menschenrechtler besorgt über die Türkei

UN-Menschenrechtler Nils Melzer

(Foto: picture alliance / Salvatore Di)
  • Der UN-Rechtsexperte Nils Melzer bezeichnet den Wikileaks-Gründer Julian Assange als Opfer "psychischer Folter".
  • Dabei wählt er für einen Diplomaten recht drastische Worte und beschuldigt Staaten wie die USA, Großbritannien und Schweden.
  • In den Protokollen zu den Vergewaltigungsvorwürfen, deretwegen die schwedische Polizei gegen Assange ermittelte, will er Unstimmigkeiten gefunden haben.

Von Isabel Pfaff, Bern

Seit Monaten schlägt Nils Melzer Alarm. Der 50 Jahre alte Schweizer Jurist tut es auf seine Weise: nicht polternd, nicht plakativ, dafür stetig - in Pressemitteilungen, Interviews, Vorträgen. Melzer ist seit 2016 UN-Sonderberichterstatter für Folter, ein regierungsunabhängiger Experte, eingesetzt vom Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen. Sein Auftrag ist es, Foltervorwürfen in UN-Staaten nachzugehen und, wenn sie sich bestätigen, die Welt darauf aufmerksam zu machen.

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