Max Privorozki, 62, ist Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde zu Halle. Wenn eine Gemeinde in Deutschland weiß, wie lebensgefährlich der Hass auf Jüdinnen und Juden sein kann, dann ist es die von Privorozki. Vor sechs Jahren, am 9. Oktober 2019, wollte ein Rechtsextremist in die Synagoge eindringen, in der Privorozki und andere Jüdinnen und Juden an Jom Kippur zusammengekommen waren. Nur knapp haben sie den Anschlag überlebt, zwei Passanten wurden getötet. Für das Interview erreicht man den gebürtigen Ukrainer Privorozki auf dem Handy im Gemeindebüro mit den vielen Überwachungsbildschirmen. Viel Zeit habe er nicht, am Abend feiert die Gemeinde mit fast zweihundert Gästen den Beginn des jüdischen Lichterfests Chanukka.
Antisemitismus„Wir sind viel vorsichtiger geworden“
Lesezeit: 4 Min.

Wenn jemand weiß, wie lebensgefährlich der Hass auf Jüdinnen und Juden sein kann, dann ist es Max Privorozki. Der Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde zu Halle hat den Anschlag auf seine Synagoge im Jahr 2019 überlebt.
Interview von Thorsten Schmitz

Berlin:„So was kenne ich aus dem Irak, aber doch nicht aus Berlin“
Hudhaifa Al-Mashhadani leitet die Deutsch-Arabische Schule in Neukölln. Sie reden hier über Vielfalt, Toleranz, lauter Dinge, die Islamisten ganz und gar nicht gefallen. Dann wollte ihn einer vor die U-Bahn schubsen, am helllichten Tag. Mitten in Berlin.
Lesen Sie mehr zum Thema