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Mauerfall:Ein halber Held

Zwei Männer, die Diktaturen dienten und am Ende den Gehorsam verweigerten: der Deutsche Harald Jäger (li.) und der Ungar Árpád Bella.

(Foto: imago; dpa)

Harald Jäger öffnete am 9. November 1989 den Schlagbaum an der Bornholmer Straße in Berlin. Der Ungar Árpád Bella hatte im August desselben Jahres 600 Frauen, Männer und Kinder in den Westen fliehen lassen. Die Geschichte zweier Männer.

Von Georg Mascolo

Manchmal entscheidet sich das Leben an einem Tag, in einem Moment. Es ist ein Moment, der alles in zwei Sphären teilt, in das Leben davor und in das danach. Es ist der Moment, in dem es darauf ankommt, das Richtige zu tun. Für Árpád Bella und Harald Jäger war es der Moment, in dem sie formal etwas Falsches taten. Sie verweigerten den Gehorsam als Grenzsoldaten. Bella und Jäger sind die bekanntesten Befehlsverweigerer des Kalten Krieges, aber weil das Falsche in diesem Moment das Richtige war, treten sie noch heute gemeinsam auf. Und erzählen, wie das war. Damals.

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