Mateusz MorawieckiPlötzlich Rebell

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Mateusz Morawiecki, PiS-Ministerpräsident  von 2017 bis 2023.
Mateusz Morawiecki, PiS-Ministerpräsident  von 2017 bis 2023.
Klaudia Radecka/Imago/NurPhoto

Der 58-Jährige kann sich in Polen der zweitlängsten Amtszeit als Ministerpräsident rühmen. Jetzt zertrümmert er die rechtsnationale PiS-Partei von Jarosław Kaczyński, der er seit 2016 angehörte. Offensichtlich hat er noch was vor.

Von Viktoria Großmann

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Korrekter Anzug, Brille, Seitenscheitel: So sieht er aus, der Rebell Mateusz Morawiecki, der gerade die rechtsnationale PiS-Partei zertrümmert. Jene Partei, die seit 25 Jahren wesentlich die Politik Polens mitbestimmt und in den acht Jahren, in denen sie zuletzt 2015 bis 2023 die Regierung stellte, sehr viele europäische Partner nervte.  Morawiecki verantwortete als Ministerpräsident die EU-feindliche Politik, die Beeinflussung von Justiz und Medien, den Demokratieabbau. Bei der Wahl 2023 verlor PiS die Mehrheit. Morawiecki, Ökonom und früher Banker, hätte vielleicht eine gut bezahlte Managerstelle finden können. Aber er ging als einfacher Abgeordneter in die Opposition. Er hatte offensichtlich noch etwas vor.

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