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Massenproteste in Tunesien:Tausende Demonstranten bei Trauerfeier - Polizei setzt Tränengas ein

Letztes Geleit für "Märtyrer" Chokri Belaïd: In Tunis trauern Tausende um den ermordeten Oppositionspolitiker und schreien ihre Wut auf die islamistische Regierung heraus. Die Polizei geht mit Tränengas gegen Plünderer vor. In anderen Städten scheint die Lage angespannter.

Das Wichtigste im Überblick:

  • Trauer um Chokri Belaïd: Tausende Menschen haben in Tunis dem ermordeten Oppositionspolitiker die letzte Ehre erwiesen und gegen die Regierung demonstriert. Der 48 Jahre alte Oppositionspolitiker war am Mittwoch erschossen worden. Ein Attentat, klagen Familie und Unterstützer. Sie machen islamistische Hardliner verantwortlich und sehen die Ideale der Arabischen Revolution verraten.
  • Eskalation bleibt aus: Der Trauerzug verlief weitgehend friedlich. Am Rande kam es jedoch zu vereinzelten Krawallen und Plünderungen. Die Polizei setzte Tränengas ein. Auch in der Stadt Gasfa, 300 Kilometer südlich von Tunis, soll es Ausschreitungen gegeben haben.
  • Sorgen im Ausland: Bundesaußenminister Westerwelle und der französische Präsident Hollande warnten vor Gewalt. Die Bundesregierung sieht die Demokratie bedroht. Das Auswärtige Amt verschärfte seinen Reisehinweis für Touristen.

Die aktuelle Entwicklung: