Massenproteste gegen Assad:Golf-Kooperationsrat fordert Rücktritt Salihs

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Auch im Jemen gehen die Massenproteste unvermindert weiter. Am Freitag demonstrierten erneut Zehntausende für den Rücktritt von Langzeit-Präsident Ali Abdullah Salih.

Der Golf-Kooperationsrat (GCC), der Zusammenschluss der Golfstaaten, legte derweil einen Vermittlungsvorschlag vor. Demnach soll Salih innerhalb von 30 Tagen zurücktreten, die Amtsgeschäfte an seinen Vizepräsidenten Abdu Rabo abgeben und den Weg zu Präsidentschafts- und Parlamentswahlen freimachen, verlautete aus Regierungskreisen in Sanaa.

Zunächst war nicht klar, wie beide Seiten auf den Vorschlag reagieren. "Wir werden hier nicht mehr weggehen, bis er geht", sagte ein Geistlicher am Freitag in seiner Predigt zum Mittagsgebet in der südlichen Stadt Taiz.

Große Kundgebungen fanden auch in der Hauptstadt Sanaa und anderen Städten statt. In Sanaa demonstrierten in der Nähe des Präsidentenpalastes auch Tausende Anhänger Salihs, der seit 32 Jahren über sein Land herrscht. Von Zusammenstößen wurde zunächst nichts bekannt.

Mehr als 100 Menschen wurden dabei bislang von Sicherheitskräften und Salih-Anhängern getötet, weitere Tausende verletzt. Die Opposition, die seit mehr als zwei Monaten gegen Salih demonstriert, verlangt den sofortigen Rücktritt des Präsidenten.

Dieser wiederum will bis zu den nächsten turnusmäßigen Wahlen im Jahr 2013 im Amt bleiben. Zwischenzeitlich hatte er aber auch schon seine Bereitschaft zu vorgezogenen Wahlen am Ende dieses Jahres durchblicken lassen.

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