MigrationMarokko boomt – und trotzdem wollen viele weg

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„Für uns bewegt sich nichts weiter“: Alte und neue Hochhäuser in Casablanca.
„Für uns bewegt sich nichts weiter“: Alte und neue Hochhäuser in Casablanca.
FADEL SENNA/AFP

Ein Land im wirtschaftlichen Aufschwung: Marokko baut Autofabriken und Hochgeschwindigkeitsstrecken. Doch wie Ashraf Bahlawan versuchen Tausende junge Marokkaner nach Europa zu gelangen. Was fehlt ihnen?

Von Bernd Dörries, Casablanca

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Als ein großer Teil der Welt Anfang August auf die Bilder der Zehntausenden Flüchtlinge blickte, die über Zäune, Mauern und das Meer in die spanische Exklave Ceuta drängten, da schaute Imane Jallal auf ihre Computermonitore. Auf Deadlines und Angebote, die sie an die großen Automobilhersteller schicken wird. Sie saß in ihrem Büro in Tanger an der Atlantikküste, in einer Stadt mit dem größten Hafen der Mittelmeerregion, an dem Zehntausende in Marokko produzierte Autos auf die Verschiffung in alle Welt warten.

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Fluchtwelle nach Ceuta
:„Lass mich gehen“, sagte ihre Tochter. Jetzt liegt sie auf dem Friedhof

Als Rahma El-Azizi sah, dass die jungen Leute in Massen nach Ceuta fliehen, ließ sie auch ihre Kinder ziehen. Kurz danach war eine Tochter tot. Marokko und der tödliche Sog Europas.

SZ PlusVon Bernd Dörries

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