Spanische ExklaveMarokko nimmt mehr als 100 Migranten vor Ceuta fest

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Polizisten in Fnideq in Marokko.
Polizisten in Fnideq in Marokko.
Adri Salido/Getty Images

In sozialen Netzwerken verbreiteten sich in den vergangenen Tagen erneut Aufrufe zu einem massenhaften Grenzübertritt wie Ende Juli. Marokkanische und spanische Behörden verhinderten nun, dass Menschen die Grenze überquerten.

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Marokkanische Einsatzkräfte haben am Samstag mindestens 111 Menschen bei dem Versuch festgenommen, in die spanische Exklave Ceuta in Nordafrika zu gelangen. Zuvor hatte es in den sozialen Medien Aufrufe zu einem erneuten massenhaften Grenzübertritt wie Ende Juli gegeben. Damals waren mehr als 72 000 Migranten nach Ceuta gekommen.

Unter den nun Festgenommenen seien 109 Menschen aus Subsahara-Afrika sowie zwei Marokkaner, verlautete aus dem marokkanischen Innenministerium.

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Die spanische Nachrichtenagentur EFE meldete, die marokkanische Polizei habe Tränengas eingesetzt, um Gruppen von Menschen in den Hügeln rund drei Kilometer vor der Grenze zu zerstreuen. Zudem wies das marokkanische Innenministerium EFE und dem spanischen Staatssender TVE zufolge deren Journalisten an, die marokkanische Grenzstadt Fnideq umgehend zu verlassen.

Spanien verlegt 500 zusätzliche Polizisten vom Festland

Auf der spanischen Seite patrouillierte die Polizei in den Straßen von Ceuta. Die Regierung in Madrid hat eine Seebarriere errichtet und mehr als 500 zusätzliche Polizisten vom Festland verlegt. Damit stieg die Gesamtzahl der Einsatzkräfte in der Exklave auf über 1600. „Wir werden weiterhin das nötige Personal einsetzen, um so schnell wie möglich die Normalität wiederherzustellen und zu verhindern, dass sich die Ereignisse vom 30. Juli wiederholen“, sagte der spanische Innenminister Fernando Grande-Marlaska am Donnerstag. Migranten ohne Aufenthaltsrecht würden nach Marokko zurückgewiesen. Derzeit halten sich dem Minister zufolge noch etwa 5000 Migranten in Ceuta auf.

Die neu errichtete Seebarriere zwischen Marokko und der spanischen Exklave Ceuta.
Die neu errichtete Seebarriere zwischen Marokko und der spanischen Exklave Ceuta.
Pedro Nunes/REUTERS

Die verschärften Sicherheitsvorkehrungen auf beiden Seiten der Grenze folgen auf einen beispiellosen Ansturm vor zwei Wochen. Bei dem Versuch, europäischen Boden zu erreichen, kamen mindestens 96 Menschen ums Leben. Die Ereignisse hatten innerhalb der Europäischen Union zu Spannungen geführt. Marokko hatte bereits Anfang der Woche gewarnt, Organisatoren und Teilnehmer von neuen Massenübertritten strafrechtlich zu verfolgen. Dennoch umgingen der Nachrichtenagentur Reuters zufolge einige Migranten die Kontrollpunkte über Bergrouten in Richtung der Grenze.

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