Seit beinahe vierzig Jahren ist Markus Söder in der Politik, man muss nicht betonen, dass ihm in dieser Zeit ein stabiles Selbstbewusstsein zugewachsen ist. Er hat es ja auch weit gebracht, zum CSU-Chef, zum bayerischen Ministerpräsidenten und - für einen flüchtigen Moment - zum Mann, der Kanzler sein könnte. Trotzdem ist Söder, 55, in diesem Sommer als Forschungsreisender in eigener Sache unterwegs, tastend und, wenn nicht alles täuscht, sogar ein bisschen bange. Kein Bierfass lässt er unangezapft und kein Grußwort ungehalten. Es ist vor allem eine Frage, die ihn auf seinen Exkursionen durch den Freistaat umzutreiben scheint: Funktioniere ich noch?
CSUDie Neuerfindung des Markus Söder
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Der bayerische Ministerpräsident lässt gerade kein Bierfass unangezapft, kein Grußwort ungehalten, denn er übt für eine neue Rolle: Er muss sich und sein Amt verteidigen. Auf Exkursion mit einem, der sich fragt, ob er noch funktioniert.
Von Roman Deininger, Andreas Glas und Johann Osel, Nürnberg/Trudering/Tengling/München
