MarburgDemonstrationen gegen Auftritt von Rechtsextremist Sellner

Mehrere tausend Menschen sind in Marburg gegen eine Lesung des Rechtsextremisten Martin Sellner auf die Straße gegangen. Zu einer Kundgebung am Abend, zu der die Stadt und das Netzwerk für Demokratie und gegen Rechtsextremismus aufgerufen hatten, kamen nach Angaben der Polizei rund 2500 Menschen. Eine Stadtsprecherin sprach von mehr als 3000 Menschen. Zu einem Demonstrationszug vom Marktplatz in die Oberstadt zuvor kamen der Polizei zufolge knapp 1000 Personen, eine dritte geplante Demo sei kurzfristig abgesagt worden.

Sellner wollte nach Angaben der Stadt am Montagabend „an einem bislang nicht bekannten Ort“ aus seinem Buch „Remigration“ lesen. Die Veranstaltung sollte in Privaträumen geplant sein, auch der Zeitpunkt war der Stadt nicht bekannt. Die Polizei teilte am späten Abend mit, die Lesung habe in Gladenbach, etwa 20 Kilometer von Marburg entfernt, stattgefunden. Erkenntnissen der Polizei zufolge kamen etwa 50 Menschen zu der Lesung. Sellner gilt als Kopf der rechtsextremen Identitären Bewegung in Österreich. Im November 2023 hatte er bei einem Treffen in einer Potsdamer Villa über „Remigration“ gesprochen. Das Medienhaus „Correctiv“ hatte das Treffen öffentlich gemacht.

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