Manuel HagelEin Wahlverlierer nimmt die CDU mit in die Wirklichkeit

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Sie loten gerade eine Fortsetzung der grün-schwarzen Koalition in Stuttgart aus: CDU-Fraktionschef Manuel Hagel (rechts) und der Grünen-Politiker und Wahlsieger Cem Özdemir.
Sie loten gerade eine Fortsetzung der grün-schwarzen Koalition in Stuttgart aus: CDU-Fraktionschef Manuel Hagel (rechts) und der Grünen-Politiker und Wahlsieger Cem Özdemir. Bernd Weißbrod/dpa

In Baden-Württembergs CDU gärt noch die Enttäuschung über die Niederlage gegen die Grünen bei der Landtagswahl, manche liebäugeln mit der AfD. Fraktionschef Hagel gibt nun die Richtung vor.

Von Roland Muschel

Manuel Hagel war bis vor wenigen Tagen ein ziemlich schweigsamer Mann. Auf dem Weg vom Landtag hinüber zum Haus der Katholischen Kirche etwa achtete der CDU-Politiker kürzlich sehr darauf, kein Wort zu sagen. Fragen beantwortete er nicht, die wartenden Journalisten ließ er stehen, als gälte es, ein Schweigegelübde einzuhalten. Dabei findet im Haus der Katholischen Kirche kein Konklave statt, es wird kein Papst gekürt. Die CDU trifft sich dort lediglich mit den Grünen, einer Partei, mit der man bereits seit zehn Jahren regiert. Jetzt soll es um eine Fortsetzung der Koalition gehen. Eigentlich keine große Sache, sollte man meinen.

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