Angriff in Mannheim:Handy liefert Verdacht auf islamistischen Hintergrund

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Trauer um den Kollegen: Polizisten auf dem Marktplatz in Mannheim, wo ein 29-jähriger Polizeibeamter am Freitag niedergestochen wurde. (Foto: dpa)

Der Afghane, der in Mannheim mit dem Messer einen Polizisten tödlich verletzte, ist wohl ein religiöser Extremist, aber Einzeltäter. Der Fall stößt eine Debatte über Abschiebung auch in nicht sichere Länder an.

Von Markus Balser, Constanze von Bullion, Georg Ismar, Roland Muschel, Berlin/Stuttgart

Es ist ein Albtraum für Sicherheitsbehörden: Ein Familienvater, der der Polizei nie aufgefallen ist, der ein scheinbar unauffälliges Leben führt und bei der Polizei nie Anlass zur Beobachtung bot, zieht los und begeht ein Kapitalverbrechen – für Ermittler wie aus dem Nichts. Zu einem solchen Fall scheint es jetzt in Mannheim gekommen zu sein. Ein 29 Jahre alter Polizist ist dort mit Messerstichen in den Kopf so schwer verletzt worden, dass er am Sonntag starb. Der Tatverdächtige: ein Mann aus Afghanistan, der mit regulärem Aufenthaltsstatus in Deutschland leben soll und den Behörden gänzlich unbekannt war, jedenfalls bisher.

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