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Mali:UN-Bericht belastet Frankreich

Bei einem Luftangriff des französischen Militärs im Mali sollen einem UN-Bericht zufolge mindestens 19 Zivilisten getötet worden sein. Paris bestreit die Vorwürfe. Am Ort des Angriffs nahe dem Dorf Bounti habe am 3. Januar eine Hochzeitsfeier mit etwa 100 Gästen stattgefunden, hieß es am Dienstag in einem Bericht der UN. Frankreichs Verteidigungsministerium wies die Anschuldigen strikt zurück und sprach von einem Luftangriff auf eine bewaffnete terroristische Gruppe. Die UN leiteten die Untersuchung nach entsprechenden Anschuldigungen ein und führten Interviews mit Hunderten Menschen durch, teils per Telefon. Ergebnis sei, dass mindestens 22 Menschen, darunter drei mutmaßliche Mitglieder der Dschihadistengruppe Katiba Serma, getötet worden seien. Frankreich ist in Westafrika massiv im Einsatz gegen Islamisten vertreten.

© SZ vom 31.03.2021
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