Corona weltweit:Luxemburgs Premierminister Bettel nach Covid-Infektion im Krankenhaus

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Dort sollen zusätzliche Tests und Untersuchungen vorgenommen werden. In England soll trotz steigender Infektionszahlen die Maskenpflicht fallen.

Luxemburgs Premierminister Xavier Bettel ist eine Woche nach seinem positiven Corona-Test ins Krankenhaus gekommen. Dort sollen zusätzliche Tests und Untersuchungen vorgenommen werden, wie die Regierung am Sonntag mitteilte. Vorsichtshalber werde der Regierungschef 24 Stunden lang zur Beobachtung in der Klinik bleiben.

Der 48-Jährige war am vergangenen Sonntag nach dem EU-Gipfel in Brüssel positiv auf das Coronavirus getestet worden. Er hatte nach Angaben seines Sprechers zunächst nur milde Symptome wie Fieber und Kopfschmerzen und wollte seine Arbeit von zu Hause aus fortsetzen. Vorgesehen waren zehn Tage Quarantäne.

Beim Gipfel hatte Bettel Kontakt mit vielen anderen europäischen Staats- und Regierungschefs, auch mit Bundeskanzlerin Angela Merkel. Nach eigenen Angaben wurde er bislang einmal gegen das Coronavirus geimpft.

Maskenpflicht in England soll trotz zunehmender Infektionen aufgehoben

Trotz rapide steigender Corona-Zahlen hat die britische Regierung für England angekündigt, die Maskenpflicht weitgehend aufzuheben. Schutzmasken, die derzeit noch in Geschäften sowie Bussen und Bahnen verpflichtend sind, würden bald zur "persönlichen Entscheidung", erklärte Wohnungsbauminister Robert Jenrick im Sender Sky News. "Unterschiedliche Menschen werden bei Dingen wie Masken zu unterschiedlichen Entscheidungen kommen", sagte der Minister.

Das Ende der Maskenpflicht ist Teil einer weitgehenden Aufhebung von Corona-Maßnahmen am 19. Juli, die die Regierung in den kommenden Tagen bestätigen will. Dazu gehört die Aufhebung aller Kontaktbeschränkungen sowie die Wiedereröffnung von Clubs. Die hochansteckende Delta-Variante lässt die Fallzahlen in Großbritannien wieder in die Höhe schießen, die Inzidenz liegt bei knapp 200.

Der neue britische Gesundheitsminister Sajid Javid hat die für England geplanten Lockerungen gleichwohl verteidigt und an die Eigenverantwortung der Bürger appelliert. Das Land könne dadurch nicht nur "freier, sondern auch gesünder werden", schrieb Javid in einem Gastbeitrag für die Mail on Sunday. Er spielte damit etwa auf die Belastung der psychischen Gesundheit vieler Menschen an.

50 Fans wegen Verstoß gegen Quarantäne-Regeln identifiziert

In mehreren Hotels in Rom haben die Behörden 50 englische Fußballanhänger identifiziert, die sie sich nicht der fünftägigen Quarantäne nach der Einreise nach Italien unterzogen haben. Als Konsequenz wurden ihnen nach Behördenangaben die Eintrittskarten für das Viertelfinale gegen die Ukraine entzogen. Ihre Namen wurden zudem auf eine schwarze Liste der Sicherheitskräfte gesetzt, die die Kontrollen für den Zugang zum Stadio Olimpico durchführten.

Die römische Tageszeitung Il Messaggero schätzt, dass mindestens 1600 Engländer nach Italien gereist waren, ohne sich an die Quarantäne-Vorschriften zu halten. Viele von ihnen seien über Frankreich nach Italien gekommen. Journalisten des britischen Massenblattes Sun dokumentierten, wie einfach es gewesen sei, die italienischen Kontrollen zu umgehen, indem sie einen Flug bis nach Nizza nahmen und per Auto dann nach Rom weiterreisten.

Vor dem Olympiastadion in Rom wurden fünf Check Points aufgestellt, um die grünen Pässe der englischen Fans zu kontrollieren. "Ohne grünen Pass hat niemand das Stadion betreten können", versicherten die Behörden. Italien, im dem seit dem 28. Juni fast flächendeckend nur noch wenige Corona-Restriktionen gelten, befürchtet eine Verbreitung der Delta-Variante.

Ermittlungen gegen Brasiliens Präsident Bolsonaro

Der Oberste Gerichtshof Brasiliens hat Ermittlungen gegen den brasilianischen Präsidenten Jair Bolsonaro wegen Korruptionsvorwürfen eröffnet. Hintergrund ist die Bestellung von 20 Millionen Dosen des indischen Corona-Impfstoffs Covaxin. Richterin Rosa Weber gab einem entsprechenden Antrag der Generalstaatsanwaltschaft statt. Das berichtet die brasilianische Nachrichtenagentur Agência Brasil. Eine Gruppe von Senatoren hatte Strafanzeige gegen Bolsonaro wegen des Verdachts auf Amtsmissbrauch gestellt, weil er einen Verdacht auf Korruption ignoriert haben soll.

Ein ehemaliger Mitarbeiter des Gesundheitsministeriums hatte zuvor von einem "ungewöhnlichen Druck" bei der Abwicklung des Impfstoffdeals im Gesamtwert von mehr als 300 Millionen Dollar (253 Millionen Euro) berichtet. Dabei soll das Gesundheitsministerium den in Indien entwickelten und hergestellten Impfstoff bestellt haben, bevor dieser in Brasilien überhaupt zugelassen ist. Der Preis von 15 Dollar für eine Dosis soll zudem der höchste sein, den das Gesundheitsministerium bisher zu zahlen bereit gewesen ist.

Ein Abgeordneter, Bruder des ehemaligen Beamten, sagte aus, Präsident Bolsonaro über diese Ungereimtheiten informiert zu haben. Die brasilianische Regierung, die den Vertrag über den Kauf der Covaxin-Impfdosen diese Woche ausgesetzt hatte, gab inzwischen mehrere Versionen über den Fall ab. Bolsonaro sagte, er habe keine Kenntnis von Unregelmäßigkeiten gehabt. Regierungsnahen Senatoren zufolge soll Bolsonaro allerdings den damaligen Gesundheitsminister Eduardo Pazuello über die Vorwürfe informiert haben. Von der indischen Firma Bharat Biotech hieß es, der Preis für eine Dose Covaxin für ausländische Regierungen liege zwischen 15 und 20 Dollar. Der Preis für Brasilien habe demnach in diesem Rahmen gelegen.

Der Covaxin-Deal stand zuletzt auch im Mittelpunkt eines parlamentarischen Untersuchungsausschusses, der die Handlungen und Unterlassungen von Präsident Jair Bolsonaro in der Corona-Pandemie untersucht. Die Eröffnung eines Amtenthebungsverfahrens hängt jedoch vom Präsidenten der Abgeordnetenkammer ab - dieser gilt als Verbündeter der Regierung Bolsonaros.

Russland meldet mehr Covid-Tote an einem Tag als je zuvor

Russland meldet den fünften Tag in Folge einen Rekord bei den täglichen Todesfällen im Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion. Binnen 24 Stunden starben nach Angaben der Regierung 697 Menschen, so viele wie noch nie im Land an einem Tag seit Beginn der Pandemie. 24 439 Neuinfektionen seien bestätigt worden. Zuletzt wurde ein solches Niveau Anfang Januar gemeldet. 7446 der Neuinfektionen wurden in Moskau registriert. Als Grund sehen die Behörden die Ausbreitung der Delta-Variante des Virus.

Auch in St. Petersburg, wo am Freitag das EM-Viertelfinale zwischen Spanien und der Schweiz ausgetragen wurde, spitzte sich die Infektions-Lage zuletzt zu. Zugleich fanden diverse Großveranstaltungen statt, etwa anlässlich von Schulabschluss-Feierlichkeiten. Staatschef Wladimir Putin verteidigte die Ausrichtung von Spielen in der Stadt.

Italienische Polizei deckt Netzwerk für gefälschte Covid-Impfpässe auf

Ermittler in Italien haben mehrere Kanäle und Konten der Chat-App Telegram beschlagnahmt, über die Kriminelle digitale Zertifikate für den EU-weit gültigen Corona-Impfnachweis angeboten haben. Insgesamt handle es sich um zehn Kanäle und Accounts, die die Nutzer zu anonymen Konten auf Marktplätzen im Dark Web führten, teilte die Finanzpolizei in Rom mit.

Auf den Online-Handelsplätzen hätten Verkäufer Fälschungen für das digitale Zertifikat gegen eine Bezahlung in Kryptowährungen angeboten. Der Nachweis bescheinigt den vollständigen Impfschutz gegen Covid-19 und ist für Reisen etwa innerhalb der EU wichtig ("Grüner Pass"). Der Preis dafür lag der Guardia di Finanza zufolge umgerechnet zwischen 110 und 130 Euro. Tausende Nutzer hätten sich auf den Telegram-Kanälen registriert, hieß es weiter. Dort wurden auch Ampullen mit einem angeblichen Impfstoff gegen Corona zum Kauf angeboten.

Bundesregierung stuft Zypern und Katalonien wieder als Risikogebiete ein

Die Bundesregierung stuft von Sonntag an Zypern und die spanischen Region Katalonien als Corona-Risikogebiete ein. Außerdem werden drei weitere Regionen in Spanien (Kantabrien) und Norwegen (Agder und Rogaland im Südwesten) zu Risikogebieten erklärt, wie das Robert-Koch-Institut (RKI) am Freitag mitteilte. Das hat aber kaum faktische Auswirkungen für Urlauber, da Flugreisende sich ohnehin bei Einreise testen lassen müssen und damit dann die Quarantänepflicht entfällt. Allerdings bedeutet die Einstufung als Risikogebiet, dass das Auswärtige Amt von Reisen dorthin abrät.

Als Risikogebiete werden Länder und Regionen eingestuft, in denen die Infektionen pro 100 000 Einwohner in sieben Tagen (Sieben-Tage-Inzidenz) über 50 liegen. Es ist die niedrigste Risikostufe. In die beiden höheren Kategorien der Hochinzidenz- und Virusvariantengebiete werden am Sonntag keine zusätzlichen Länder oder Regionen eingestuft. Von der Risikoliste gestrichen wird in Europa nur eine Region in Kroatien (Međimurje), außerdem Katar und die Karibikinseln Guadeloupe und Aruba.

Olympische Wettkämpfe in Tokio womöglich doch als "Geisterspiele"

Die Olympischen Sommerspiele in Tokio könnten wegen der Pandemie doch noch zu "Geisterspielen" werden. "Es gibt die Möglichkeit, dass keine Zuschauer da sein werden", sagte Japans Regierungschef Yoshihide Suga drei Wochen vor der Eröffnungsfeier der Spiele, die vom 23. Juli bis zum 8. August stattfinden sollen.

Der Hintergrund sind die wieder steigenden Infektionszahlen in Japan nach der Aufhebung des Corona-Notstands und der Lockerung mehrerer Maßnahmen im vergangenen Monat. "Für uns haben die Gesundheit und Sicherheit der japanischen Bürger oberste Priorität", sagte Ministerpräsident Suga.

Schon vor seiner Rede hatte die große japanische Zeitung Yomiuri Shinbun über Pläne der Olympia-Organisatoren für den Ausschluss von Zuschauern für bestimmte Wettkämpfe berichtet. Demnach könnten Veranstaltungen am Abend und in großen Arenen doch vollkommen ohne Besucher stattfinden.

Ursprünglich hatten die Olympia-Organisatoren die Zulassung einer Kapazitätsauslastung von 50 Prozent an den einzelnen Spielstätten oder von bis zu 10 000 einheimischen Zuschauern bei den Medaillenkämpfen verkündet. Allerdings stand auch schon diese Entscheidung unter Vorbehalt: Ein neuerlicher Anstieg der Infektionen sollte verhindert werden. Ohnehin dürften unter den noch bis zum 11. Juli gültigen Vorschriften derzeit nur maximal 5000 Besucher in die Wettkampfstätten eingelassen werden. Medienberichten zufolge erwägt die japanische Regierung wegen des ausbleibenden Erfolgs bei der Pandemie-Bekämpfung, die momentan bestehenden Beschränkungen zu verlängern. (02.07.2021)

WHO warnt vor neuer Infektionswelle in Europa

Der Europadirektor der Weltgesundheitsorganisation WHO, Hans Kluge, hat vor einer neuen Welle von Corona-Infektionen gewarnt. Durch die Lockerungen der Maßnahmen in vielen Ländern und die vermehrte Reiseaktivität werde die Infektionsgefahr größer, sagte Kluge bei einer Pressekonferenz. Nach zehn Wochen Rückgang sei die Zahl der Infizierten in Europa in der vergangenen Woche wieder um zehn Prozent gestiegen.

Das geschehe vor dem Hintergrund einer weiteren Verbreitung der sogenannten Delta-Variante, die zuerst in Indien entdeckt wurde und als besonders ansteckend gilt. "Die Delta-Variante überholt sehr schnell die Alpha-Variante", so Kluge. Bis August werde diese Form in Europa dominant sein. Auch bis dahin werde die Bevölkerung noch nicht komplett geimpft sein. Daher sei die Gefahr einer neuen Welle gegeben. "Verzögerungen bei der Impfung kosten Leben", sagte Kluge. "Je langsamer wir impfen, desto mehr Varianten werden auftauchen." Er appellierte an alle Menschen, die nun Fußballspiele besuchen wollen oder eine Urlaubsreise planen, die Risiken genau abzuwägen und sich zu schützen.

Für den Wiederanstieg bei den Corona-Zahlen in Europa macht die WHO auch die Menschenmassen bei der Fußball-EM verantwortlich: das Zusammentreffen vieler Fans aus verschiedenen Ländern und Regionen in den Stadien, aber auch beim Public Viewing in Kneipen und Bars. "Wir müssen viel mehr als nur die Stadien betrachten", sagte die leitende Krisenexpertin der WHO, Catherine Smallwood. Es gehe auch darum, wie die Menschen dorthin kommen, ob sie etwa in überfüllten Bussen unterwegs seien oder in vollen Bars und Kneipen die Spiele verfolgen. (01.07.2021)

Curevac-Chef rechnet weiterhin mit Impfstoff-Zulassung in der EU

Das Tübinger Biotechunternehmen Curevac geht weiterhin davon aus, dass die Europäische Arzneimittel-Agentur EMA seinen Impfstoff ungeachtet der geringen Wirksamkeit zulässt. "Die Population der 18- bis 60-Jährigen ist besonders begünstigt von unserem Impfstoff.", sagte Vorstandschef Franz-Werner Haas bei einer Online-Pressekonferenz.

Das Curevac-Präparat zeigt einer finalen Analyse zufolge eine Wirksamkeit von 48 Prozent gegen eine Covid-19-Erkrankung über alle Altersgruppen hinweg. Damit wurde das enttäuschende Zwischenergebnis von Mitte Juni bestätigt. In der Altersgruppe zwischen 18 und 60 Jahren liegt die Wirksamkeit bei 53 Prozent gegen eine Erkrankung jeglichen Schweregrades und bei 77 Prozent gegen einen moderaten und schweren Krankheitsverlauf, wie Curevac am Mittwochabend mitteilte. Einen vollständigen Schutz gab es in dieser Altersgruppe vor einem Krankenhausaufenthalt oder dem Tod. In der Gruppe der über 60-Jährigen liegen laut Curevac keine statistisch soliden Wirksamkeitsdaten vor.

Nach der Veröffentlichung von Zwischenergebnissen Mitte Juni (Wirksamkeit 47 Prozent) hatte die EMA betont, dass es keine harte Mindestgrenze bei der Wirksamkeit gebe. Bei klinischen Studien liege diese bei 50 Prozent. Aber vor allem im Zusammenhang mit den neuen Virusvarianten müsse man die Daten sehr gut prüfen und Vorzüge gegen Nachteile abwägen. Die EMA in Amsterdam hatte im Februar ein schnelles Prüfverfahren für den Impfstoff der Tübinger Firma gestartet.

Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach geht davon aus, dass die EMA den Curevac-Impfstoff nicht zulässt. "Mit der geringen Wirksamkeit von 48 Prozent wäre der Curevac-Impfstoff nicht einsetzbar in Deutschland", sagte Lauterbach der Düsseldorfer Rheinischen Post. Curevac-Chef Haas allerdings sagte, dass die Firma mit der EU einen Liefervertrag über 225 Millionen Dosen hat. "Wir gehen davon aus, dass die Bundesregierung ihre Quoten abnimmt." Nach früheren Angaben aus dem Bundesgesundheitsministerium entfallen 53 Millionen Dosen auf Deutschland. Das Präparat muss zweimal gespritzt werden, pro Geimpftem sind es also zwei Dosen. Das Gesundheitsministerium rechnet aber nicht mehr mit Lieferungen des Unternehmens. (01.07.2021)

Türkei hebt Ausgangsbeschränkungen auf

Mehr als ein halbes Jahr galten in der Türkei Ausgangsbeschränkungen, nun können Menschen auch wieder am Wochenende und nachts vor die Tür. Mit dem 1. Juli ab 5.00 Uhr fallen Ausgangs- und Reisebeschränkungen weg, Obergrenzen für Restaurantbesucher werden aufgehoben. Auch Büros können wieder benutzt werden, Kinos und Theater dürfen Gäste empfangen. Die Maskenpflicht in der Öffentlichkeit gilt jedoch weiter, auch Hygiene- und Abstandsregeln müssten weiter eingehalten werden, wie es vom Innenministerium hieß.

Auch Hochzeiten und Konzerte dürfen unter Einhaltung von Abstandsgeboten stattfinden. Tänze, bei denen der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann, bleiben verboten. Musik darf in Bars oder anderen Einrichtungen nur bis 24.00 Uhr gespielt werden. Die Türkische Gesellschaft für Atemwegsforschung (TÜSAD) warnte vor dem Hintergrund der Ausbreitung der Delta-Variante vor der Lockerung. Besonders für geschlossene Räume sollte die zugelassene Personenzahl begrenzt werden, hieß es.

In der Türkei galten seit November Ausgangsbeschränkungen am Wochenende, später dann auch unter der Woche nachts. Restaurants und Cafés etwa blieben über Wochen geschlossen und konnten nur Lieferservices anbieten. Ende April hatte die Regierung einen 17-tägigen harten Lockdown verhängt.

Wie in vielen anderen Ländern sinkt auch in der Türkei die Zahl der täglichen Neuinfektionen. Derzeit werden in dem Land mit rund 84 Millionen Einwohnern täglich etwa zwischen 5000 und 6000 neue Fälle verzeichnet. Gut 40 Prozent der Bevölkerung hat mindestens eine Impfung erhalten.

EM: Schottland verzeichnet 2000 Neuinfektionen

Die schottischen Gesundheitsbehörden haben etwa 2000 neue Corona-Fälle im Zusammenhang mit der Fußball-EM vermeldet. 1294 davon und damit rund zwei Drittel der Infektionen seien bei Fans aufgetreten, die ihre Nationalmannschaft zum "Battle of Britain" gegen England am 18. Juni nach London begleitet hatten, gab die Gesundheitsbehörde Schottlands laut dem Sender BBC bekannt.

Darunter seien 397 Zuschauer, die das Spiel im Wembley-Stadion besucht hätten. Insgesamt waren 2600 Tickets an Schotten ausgegeben worden. Mehrere Zehntausend Fans sollen allerdings zu der Begegnung angereist sein. 38 Menschen steckten sich bei der Begegnung der Schotten im heimischen Hampden Park in Glasgow gegen Kroatien an, weitere 37 beim Heimspiel gegen Tschechien. 55 Positive habe es nach beiden Partien unter Besuchern der Fanzone gegeben. Rund 90 Prozent der Infektionen seien bei Männern aufgetreten. Drei Viertel (1470) von ihnen seien zwischen 20 und 39 Jahre alt. Seit dem Beginn der EM am 11. Juni summiert sich die Zahl der Fälle in Schottland auf mehr als 32 000. (30.06.2021)

© SZ/dpa/SID/rtr/berj/kast/jbee/ihe/sebi
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