Neuer Linken-ChefPantisano entschuldigt sich für Faschismus-Vorwurf

Mit 53,3 Prozent wurde Luigi Pantisano beim Parteitag der Linken in Potsdam nur knapp zum neuen Co-Vorsitzenden gewählt.
Mit 53,3 Prozent wurde Luigi Pantisano beim Parteitag der Linken in Potsdam nur knapp zum neuen Co-Vorsitzenden gewählt.
Michael Bahlo/dpa

Der neue Linken-Vorsitzende Luigi Pantisano verglich die CDU mit AfD und Faschismus. Unionspolitiker reagierten empört.

Von Valerie Höhne, Berlin

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Luigi Pantisano hat sich für seine Äußerung, es gebe „keinen Unterschied zwischen der CDU, die faschistische Politik macht, der AfD oder den Faschisten selbst“ entschuldigt. Zuvor hatte ihm der schleswig-holsteinische Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) den Rücktritt nahegelegt.

Laut einem Statement, das die Pressestelle der Linken verschickt hat, sagt Pantisano, seine Aussage sei „verkürzt und in dieser Form falsch“. Dafür bitte er „um Entschuldigung, insbesondere bei denjenigen in der CDU, die immer wieder die Notwendigkeit einer klaren Brandmauer zur AfD betonen“.

Linken-Chefin in Sachsen-Anhalt widerspricht Pantisano

Günther hatte der Bild-Zeitung gesagt, wer „die CDU mit Faschisten und der AfD gleichsetzt, hat sich für jeden ernsthaften demokratischen Austausch disqualifiziert“ und solle „sich schnellstmöglich aus der Politik verabschieden“. CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann sagte der Bild-Zeitung, er nehme die Entschuldigung nicht an. „Von ‚verkürzt‘ zu sprechen, ist eine Unverschämtheit“, sagte Linnemann.

Auf dem Parteitag hatte Pantisano noch der Bild-Zeitung die Verantwortung für die Aussage gegeben: Sie habe die Aussage „rausgerissen aus einem gewissen Kontext“. Das Interview war als Video veröffentlicht worden, darin war er gefragt worden, ob die Linke möglicherweise den CDU-Ministerpräsidentenkandidaten Sven Schulze in Sachsen-Anhalt wählen würde, um die AfD an der Macht zu verhindern.

Die sachsen-anhaltinische Linken-Spitzenkandidatin Eva von Angern widersprach Pantisanos Äußerung umgehend. Sie sagte der SZ, es sei klar, dass die CDU „eine demokratische Partei“ sei, in der „viele Demokratinnen und Demokraten engagiert für Menschen Politik machen“.

Pantisano ist seit Samstagmittag neuer Vorsitzender der Linkspartei. Er wurde mit 53,3 Prozent der Stimmen gewählt. Das Ergebnis gilt als äußerst schlecht.

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