Flugverkehr:Verdi ruft Lufthansa-Bodenpersonal zu Warnstreik auf

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Flugverkehr: Eine Lufthansa-Mitarbeiterin am Schalter. Verdi ruft die Beschäftigten des Bodenpersonals zu einem Warnstreik auf.

Eine Lufthansa-Mitarbeiterin am Schalter. Verdi ruft die Beschäftigten des Bodenpersonals zu einem Warnstreik auf.

(Foto: Christof Stache/AFP)

Die etwa 20 000 Beschäftigten sollen am Mittwoch ihre Arbeit niederlegen. Es werde größere Verzögerungen und Flugausfälle geben.

Die Gewerkschaft Verdi ruft die etwa 20 000 Beschäftigten des Lufthansa-Bodenpersonals zu einem eintägigen Warnstreik auf. Am Mittwoch werde es zu größeren Flugausfällen und Verzögerungen kommen, kündigte die Gewerkschaft am Montag an. Zum Bodenpersonal gehören unter anderem Techniker und Logistiker, ohne deren Dienstleistungen die Flugzeuge nicht abheben können.

Verdi befindet sich aktuell in Tarifverhandlungen mit der Lufthansa. Für den 3. und 4. August ist eine Fortsetzung der Verhandlungen vereinbart, nachdem Verdi ein erstes Angebot der Lufthansa abgelehnt hat. Nach Gewerkschaftsangaben hatte das Unternehmen bei den Verhandlungen Festbeträge und eine ergebnisabhängige Komponente bei einer Laufzeit von 18 Monaten angeboten. Die Gewerkschaft fordert hingegen bei zwölf Monaten Laufzeit 9,5 Prozent mehr Geld in den Lohntabellen.

Angesichts der Überlastung, der hohen Inflation und eines Lohnverzichts über drei Jahre seien deutliche Lohnsteigerungen gerechtfertigt, hatte die Verhandlungsführerin Christine Behle erklärt. Sie ist Verdi-Vizevorsitzende und zudem stellvertretende Vorsitzende des Lufthansa-Aufsichtsrats. Die Situation auf den Flughäfen eskaliere, sagte Behle.

Die Warnstreiks sollen am Mittwoch um 3.45 Uhr beginnen und bis Donnerstagfrüh um 6 Uhr dauern. Der Streik dürfte die ohnehin angespannte Personallage an den deutschen Flughäfen weiter verschärfen. Seit einigen Wochen kommt es immer wieder zu langen Wartezeiten und Problemen bei der Abfertigung von Fluggästen.

Am Flughafen Köln/Bonn gab es an diesem Wochenende erneut große Probleme. Vor den Sicherheitsbereichen bildeten sich zum Teil Schlangen von mehreren Hundert Metern, die dpa berichtet, dass es teils Wartezeiten von bis zu sieben Stunden gab.

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