Helmut Kohl

Bundeskanzler Kohl entging nur um Haaresbreite einem Strafverfahren wegen uneidlicher Falschaussage. Im Untersuchungsausschuss zur Flick-Affäre hatte Kohl erklärt, nichts über die "Staatsbürgerliche Vereinigung" (Flicks Waschanlage für Spenden) gewusst zu haben. Das war aufgrund der Aktenlage eine eindeutige Lüge. Kohl berief sich später auf einen "Blackout".

Die Ermittlungen wurden eingestellt - mit einer bemerkenswerten Begründung: Zwar spreche vieles dafür, dass Kohl von den Zahlungen Flicks wusste. Aber man könne ihm nicht nachweisen, dass er sich erinnert habe - und insofern keine vorsätzliche Lüge beweisen.

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20. März 2008, 13:482008-03-20 13:48:00 ©