Krieg in NahostOman: Keine Gebühren an der Straße von Hormus geplant

Indische Seeleute auf ihrem Schiff vor der Küste Omans.
Indische Seeleute auf ihrem Schiff vor der Küste Omans. Elke Scholiers/Getty Images

Aus Sicht der USA kann Iran für die Passage der Straße von Hormus keine Gebühren verlangen – weder in den Verhandlungen über 60 Tage noch danach. Auch der Oman äußert sich in diese Richtung.

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Wichtige Updates
Bessent: USA werden Iran wirtschaftlich isolieren und Hormus-Blockade fortsetzen
Zwei Schiffe der Emirate in Straße von Hormus angegriffen
Iran an Trump: „Die Straße von Hormus bleibt blockiert“
Für Trump ist die Straße von Hormus wieder offen
Teheran benennt neue oberste Militärführung – Chamenei tritt weiter nicht öffentlich auf 

„Die Straße von Hormus gehört Iran und wird Iran gehören“  

Iran hat die Pläne des US-Präsidenten Donald Trump zurückgewiesen, die Straße zu US-Territorium zu erklären. „Die Straße von Hormus lässt sich weder per Tweet noch mit einem Flugzeugträger, noch durch einen Befehl oder eine Wahlkampfrede einnehmen“, schrieb Irans Vizeaußenminister Kasem Gharibabadi auf der Plattform X. Iran fürchte weder Drohungen noch lasse er sich von Machtdemonstrationen einschüchtern. Die USA müssten akzeptieren, eine strategische und schwere Niederlage erlitten zu haben. „Die Straße von Hormus gehörte Iran, gehört Iran und wird Iran gehören.“ 
 
Eigentlich wollten Washington und Teheran über das Atomprogramm Irans verhandeln – die Frist dafür läuft am Wochenende ab, ebenso die zur gebührenfreien Durchfahrt von Schiffen durch die Straße von Hormus. Dazu verhandeln zur Zeit Iran und Oman. Gegen eine vereinbarte Waffenruhe zwischen Iran und den USA war in den vergangenen Wochen schon mehrfach verstoßen worden. Es spricht demnach wenig für ein baldiges Ende des Krieges. 
 
In der Nacht zu Samstag kam es offenbar erneut zu einem Angriff auf ein Handelsschiff in der Meerenge. Das meldet aus den Vereinigten Arabischen Emiraten  die staatliche Nachrichtenagentur WAM.

Kpler: Schiffsverkehr in Straße von Hormus geht nach Angriffen zurück

Der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus geht nach Angriffen auf Tanker und ins Stocken geratenen Friedensgesprächen zwischen den USA und Iran deutlich zurück. Am Wochenende passierten den Daten des Analyseunternehmens Kpler zufolge nur fünf Frachtschiffe die Meerenge, wobei an einem Tag sogar kein einziges Schiff registriert wurde. Am vorangegangenen Wochenende waren es noch 31 Schiffe.

US-Gesandte beraten über Gaza-Friedensplan – Treffen mit Netanjahu geplant 

Gesandte der USA wollen am Montag mit dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu zusammentreffen, um über den Gaza-Friedensplan von US-Präsident Donald Trump zu beraten. Am Sonntag sollten die Abgesandten Jared Kushner und Nickolay Mladenov in Kairo bereits mit Vermittlern aus Ägypten, Katar und der Türkei zusammenkommen, wie aus Diplomatenkreisen verlautete. An einigen dieser Gespräche nahmen demnach auch Vertreter der radikal-islamischen Hamas teil. Kushner traf sich zudem mit dem ägyptischen Präsidenten Abdel Fattah al-Sisi.

Netanjahu hatte Trumps jüngsten Entwurf für eine Friedenslösung am 9. August als unannehmbar bezeichnet. Einem hochrangigen israelischen Regierungsvertreter zufolge ist Israel insbesondere besorgt über die Forderung Washingtons, gezielte Tötungen von Hamas-Mitgliedern einzustellen. Trumps Plan sieht ein sofortiges Ende der Militäreinsätze im Gazastreifen vor. Zudem soll sich die Hamas entwaffnen, während sich die israelischen Truppen zurückziehen und das Gebiet unter einer neuen zivilen palästinensischen Verwaltung wiederaufgebaut werden soll.

Trump hatte im vergangenen Monat erklärt, es gebe einen Durchbruch bei seinem Plan, dem beide Seiten zugestimmt hätten. Die Hamas erklärte, sie habe zugestimmt, um eine Fortsetzung des Krieges zu verhindern. Die Umsetzung hänge jedoch davon ab, dass Israel seine Zusagen einhalte. Während der diplomatischen Bemühungen setzte Israel seine Luftangriffe im Gazastreifen fort. Nach Angaben aus medizinischen Kreisen wurden am Sonntag bei Angriffen in Chan Yunis und im Flüchtlingslager Nuseirat mehrere Menschen verletzt.

Zuvor war Hamas-Führer Chalil al-Hajja in Kairo mit dem ägyptischen Geheimdienstchef Hassan Raschad zusammengetroffen. Ein Hamas-Sprecher sagte, al-Hajja wolle die Vermittler über angebliche israelische Verstöße gegen die Waffenruhe informieren. Ein im vergangenen Herbst vereinbarter Waffenstillstand hatte die schweren Kämpfe des im Oktober 2023 begonnenen zweijährigen Krieges zwar weitgehend beendet, die Gewalt flammte jedoch zuletzt wieder auf. 

Iranisches Parlament billigt Entwurf für Kontaktverbote zu Medien 

Das iranische Parlament hat den Entwurf für ein Gesetz gebilligt, das Kontakte zu ausländischen Medien und Institutionen drastisch einschränken und unter Strafe stellen soll. Dem Entwurf zufolge sollen Interviews mit als feindlich eingestuften Medien verboten werden. Dazu gehören US-amerikanische oder israelische Medien sowie von diesen Ländern finanzierte Sender. Bei Verstößen drohen Haftstrafen von sechs Monaten bis zu zwei Jahren, wie die iranische Zeitung Schargh berichtet.

Gespräche mit anderen ausländischen Medien sollen dem Geheimdienstministerium gemeldet werden. Kontakte zu ausländischen Botschaften oder Organisationen ohne vorherige Genehmigung des Außenministeriums sollen zudem mit Geldstrafen und dem Entzug bestimmter sozialer Rechte geahndet werden. Das Gesetz sieht zudem Haftstrafen von bis zu 30 Jahren vor, wenn politische Initiativen im Auftrag ausländischer Geheimdienste „die Sicherheit Irans“ gefährden. Nach der endgültigen Verabschiedung muss der Entwurf vom Wächterrat geprüft werden, dem einflussreichen religiösen Kontrollgremium des Landes. 

Katar dementiert Gefangennahme iranischer Piloten

Katar hat die Darstellung des Irans zurückgewiesen, Piloten aus dem Land gefangenzuhalten. Der Sprecher des Außenministeriums, Madschid al-Ansari, drückte in einer Mitteilung auf der Plattform X zugleich Verwunderung über die "irreführenden Aussagen" zu einem Zeitpunkt aus, in der diplomatische Bemühungen liefen, um in der Region zu deeskalieren. Katar vermittelt im Konflikt zwischen dem Iran und den USA.
Iranische Medien hatten am Samstag eine Stellungnahme des Leiters des Ausschusses für vermisste Personen beim Generalstab der iranischen Streitkräfte verbreitet. Darin wird behauptet, dass die katarischen Streitkräfte drei iranische Piloten gefangen nahmen, nachdem ihre Kampfflugzeuge kurz nach Beginn des Iran-Kriegs abgestürzt waren. Das Schreiben, in dem nach iranischen Medienberichten auch angeprangert wurde, dass die katarische Regierung den angeblichen Gefangenen nicht erlaube, ihre Familien oder mit ihrem Fall befasste iranische Vertreter zu kontaktieren oder zu treffen, soll an das internationale Rote Kreuz gerichtet worden sein. 
Im Juni hatte der Iran schon davon gesprochen, keine Informationen über den Verbleib der Piloten zu haben. Damals hieß es, die iranischen SU-24 Kampfjets seien bei einem Angriff auf den US-Militärstützpunkt al-Udeid von katarischen Jets abgefangen worden. Früh im Iran-Krieg hatte die Islamische Republik die Basis mit Raketen getroffen.
Aus der Reaktion des Sprechers des katarischen Außenministeriums geht nun hervor, dass die Streitkräfte Luftverteidigungsmaßnahmen gegen die iranischen Kampfflugzeuge ergriffen - diese also möglicherweise abschossen - nachdem sie in den Luftraum des Landes eingedrungen waren. Such- und Rettungsteams hätten anschließend die sterblichen Überreste eines Piloten gefunden, schrieb al-Ansari. Es sei Kontakt zum Iran aufgenommen worden, um die Übergabe zu koordinieren. Katar habe auch ein iranisches Team eingeladen, um sich über die Einzelheiten der Such- und Rettungsmaßnahmen zu informieren. Die Einladung sei jedoch unbeantwortet geblieben.

Südlibanon: Offenbar sieben Tote durch israelischen Luftangriff

Die israelischen Streitkräfte haben eigenen Angaben zufolge in der Nacht zum Samstag einen Luftangriff auf ein Ziel im Südlibanon ausgeführt. Der Angriff habe einem Stützpunkt der Hisbollah-Miliz in einer von Israel als Sicherheitszone bezeichneten Region gegolten. Medienberichten zufolge wurden dabei sieben Menschen getötet. Drei weitere Personen seien verletzt worden, als die israelischen Kampfflugzeuge im Morgengrauen ein Haus in dem Dorf Ansar bombardierten, meldete die staatliche libanesische Nachrichtenagentur NNA. Der dpa zufolge spricht das israelische Militär von einer Reaktion auf den Beschuss seiner Soldaten durch die Miliz am Ali-al-Taher-Pass. 
Es ist einer der Luftangriffe mit den meisten Todesopfern, seit Libanon vor einigen Wochen einem von den USA vermittelten Rahmenabkommen für einen Frieden mit Israel zugestimmt hat. Die Vereinbarung sieht vor, dass israelische Truppen im Südlibanon bleiben, bis die Hisbollah entwaffnet ist und die libanesische Armee die Kontrolle übernimmt. Die radikal-islamische Miliz lehnt die Bedingungen als Kapitulation ab.  
Das israelische Militär hatte Anfang des Jahres gemeinsam mit den USA Iran angegriffen. Zur Vergeltung hatte die Hisbollah vom Süden Libanons aus Israel beschossen. Daraufhin marschierte Israels Armee dort ein. Ein Vertreter des US-Außenministeriums erklärte, eine dauerhafte israelische Militärpräsenz in dem Gebiet stehe nicht im Einklang mit den Zusagen aus dem Abkommen mit der libanesischen Regierung. Seit Beginn der jüngsten Feindseligkeiten am 2. März sind in Libanon mindestens 4300 Menschen getötet worden.
Helfer bergen nach dem israelischen Luftschlag einen Toten aus den Trümmern eines Hauses in Ansar.
Helfer bergen nach dem israelischen Luftschlag einen Toten aus den Trümmern eines Hauses in Ansar. AFPMAHMOUD ZAYYAT/AFP

Frist für Verhandlungen über Irans Atomprogramm läuft aus

An diesem Wochenende läuft die Frist aus, bis zu der die USA und Iran ihre Verhandlungen über das iranische Atomprogramm abschließen wollten – Fortschritte hat es allerdings keine gegeben. Im Gegenteil. Vielmehr gab es in den vergangenen Wochen wiederholt Verstöße gegen die bestehende Waffenruhe. Offen ist auch, ob diese verlängert wird. Aus Pakistan hieß es zuletzt, diese sollte um 60 oder 90 Tage verlängert werden. Das Land vermittelt zwischen den Kriegsparteien. 

Iran hat bisher nicht über eine Wiederaufnahme der Gespräche mit den USA entschieden, sagte Außenminister Abbas Araktschi der dpa zufolge. Der Austausch von Botschaften über Katar und Pakistan sei nicht mit Verhandlungen gleichzusetzen. Gespräche mit Oman konzentrierten sich auf die Festlegung einer Seeroute durch die Straße von Hormus. Die USA müssten zuerst Bedingungen für eine Wiederherstellung des Schiffsverkehrs durch die Meerenge erfüllen.

Die von Iran unterstützten Huthi-Rebellen haben Raketen auf die jemenitische Hafenstadt Mucha am Roten Meer abgefeuert, bei dem Angriff wurden mindestens vier Zivilisten getötet, teilte die international anerkannte Regierung Jemens mit.

Trump: Werde Straße von Hormus zu US-Territorium erklären - Iran protestiert

US-Präsident Donald Trump kündigt an, die Straße von Hormus bald zum Territorium der USA zu erklären. "Nachdem wir Iran besiegt haben ... werde ich ziemlich bald die Straße von Hormus zum Territorium der Vereinigten Staaten erklären", sagt er in einer Rede. Es ist zunächst unklar, wie ernst die Äußerung gemeint ist. Zudem rief Trump die US-Bürger auf, etwas höhere Benzinpreise dafür in Kauf zu nehmen, Iran am Bau einer Atomwaffe zu hindern. Er entschuldige sich nie, der Krieg sei die richtige Entscheidung gewesen, sagte er. 

Iran reagierte prompt auf Trumps Azssage. Das Land lässt sich nach den Worten von Vize-Außenminister Kasem Gharibabadi nicht von Drohungen oder Machtdemonstrationen der USA einschüchtern. Die strategisch wichtige Straße von Hormus werde nur unter der Kontrolle Irans gesperrt oder freigegeben, schrieb Gharibabadi auf X.

Tote bei Huthi-Angriff auf Hafenstadt Mokka 

Bei einem Raketenangriff der Huthi-Rebellen auf die jemenitische Hafenstadt Mokka am Roten Meer wurde nach Angaben der international anerkannten Regierung vier Zivilisten getötet. Die Miliz habe sechs ballistische Raketen abgefeuert, hieß es. Die Huthis erklären dagegen, sie hätten militärische Ziele der von Saudi-Arabien unterstützten Truppen beschossen. Zudem meldet die von der Miliz kontrollierte Nachrichtenagentur Saba eine Drohnenattacke der Gruppe auf eine Anlage des Ölkonzerns Saudi Aramco im saudischen Nadschran. Eine Bestätigung aus Riad lag zunächst nicht vor. 

Bericht: Geheimdienste der USA und Israels waren wiederholt uneins 

Zwischen den Geheimdiensten der USA und Israels gibt es Insidern zufolge erhebliche Meinungsverschiedenheiten über angebliche iranische Anschlagspläne auf US-Präsident Donald Trump. Israel habe die USA im vergangenen Jahr mehrfach vor Attentaten gewarnt, sagten US-Insider der Nachrichtenagentur Reuters zufolge. Der US-Auslandsgeheimdienst CIA und andere US-Dienste hätten diese Informationen jedoch nicht bestätigen können. In mehreren Fällen habe die CIA die israelischen Erkenntnisse über die von Iran ausgehende Gefahr als wenig verlässlich eingestuft. Die Warnungen umfassten mögliche Angriffe durch Scharfschützen oder Messerattacken bei Großveranstaltungen.

Die detaillierteste Warnung gab es vor dem Nato-Gipfel im Juli im türkischen Ankara, wie die US-Insider - darunter eine Person aus dem Umfeld der US-Regierung - sagten. Israelische Regierungsvertreter hätten das Weiße Haus darüber informiert, dass Iran möglicherweise versuchen könnte, Trumps Präsidentenmaschine Air Force One mit einer schultergestützten Rakete abzuschießen. Auch der türkische Geheimdienst habe dafür aber keine Beweise gefunden und dies den USA mitgeteilt, so die Insider. Aus reiner Vorsicht hätten das Weiße Haus und der Secret Service dennoch reagiert und Trump für den Rückflug in ein anderes Flugzeug umsteigen lassen.
Die Unstimmigkeiten spiegeln eine breitere Debatte über die Einschätzung der iranischen Bedrohung wider. So kamen die US-Geheimdienste Anfang des Jahres zu dem Schluss, dass die Regierung in Teheran nicht aktiv an einer Atomwaffe baue. Israel stufte Iran dagegen als akute Bedrohung ein. Trump ordnete im Februar ungeachtet der US-Erkenntnisse Militärschläge in Iran an. Dabei berücksichtigte er den Angaben zufolge auch die israelischen Warnungen vor den angeblichen Attentatsplänen.

Ein Sprecher der israelischen Botschaft wies den Vorwurf zurück, sein Land nutze Geheimdienstinformationen, um die US-Politik zu beeinflussen. 
Ulrike Putz

Bessent: USA werden Iran wirtschaftlich isolieren und Hormus-Blockade fortsetzen

Die USA werden US-Finanzminister Scott Bessent zufolge beispiellose Maßnahmen gegen Iran ergreifen. „Wir werden Maßnahmen anwenden, wie sie in der Geschichte der wirtschaftlichen Isolierung eines Landes noch nie dagewesen sind“, sagt Bessent in der TV-Sendung „Rob Schmitt Tonight“ des US-Senders Newsmax. Für die kommende Woche kündigt er weitere Erklärungen an.

„Es wird eine Kombination aus einer wirtschaftlichen Isolierung sein (...) und der fortgesetzten Blockade in der Straße von Hormus, die verhindern wird, dass irgendetwas in die iranischen Häfen hinein- oder herausgelangt“, sagt der Minister.
Ulrike Putz

Zwei Schiffe der Emirate in Straße von Hormus angegriffen

Zwei Schiffe des staatlichen emiratischen Ölkonzerns Adnoc sind in der Straße von Hormus angegriffen worden. Bei dem Vorfall in der Meerenge sei niemand verletzt worden, berichtete die staatliche emiratische Nachrichtenagentur WAM. Über mögliche Schäden an den Schiffen gab es zunächst keine Angaben. 
Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) verurteilten den Angriff, für den sie Iran verantwortlich machen, aufs Schärfste. Das Außenministerium in Abu Dhabi betonte, dass der Angriff einen eklatanten Verstoß gegen die Resolution 2817 des UN-Sicherheitsrats darstelle, die die Freiheit der Schifffahrt bekräftigt.
Derartige Angriffe auf die Handelsschifffahrt in der Straße von Hormus seien „Piraterieakte“ der Iranischen Revolutionsgarden und stellten eine direkte Bedrohung für die Stabilität der Region, ihrer Bevölkerung und der globalen Energiesicherheit dar, teilte das Ministerium weiter mit. Iran müsse „diese unprovozierten Angriffe“ einstellen und eine vollständige Wiedereröffnung der Meerenge gewährleisten. 
Lorenz Zeck

Huthi-Rebellen melden Angriff auf Raffinerie in Saudi-Arabien 

Die von Iran unterstützten jemenitischen Huthi-Rebellen haben eine Raffinerie des Ölkonzerns Aramco im saudi-arabischen Dschasan mit zwei Drohnen angegriffen. Das meldete ihre Nachrichtenagentur Saba. Aus Kreisen der Gruppe hieß es, die Attacke sei eine Reaktion auf saudi-arabische Verletzungen des jemenitischen Luftraums und der Souveränität in den Provinzen Saada und Hadscha. Eine Stellungnahme aus Saudi-Arabien liegt zunächst nicht vor.

Iran an Trump: „Die Straße von Hormus bleibt blockiert“

Iran hat Äußerungen von Präsident Donald Trump widersprochen, wonach die USA die Kontrolle über die Straße von Hormus hätten. Die wiederholten Behauptungen und Posts von US-Amtsträgern zur Aufhebung der Blockade der Straße von Hormus änderten nichts an der Realität, erklärte Irans neue Behörde für die Meerenge (PGSA) auf der Plattform X. „Die Straße von Hormus bleibt blockiert und wird erst wieder geöffnet, wenn die Bedingungen Irans akzeptiert werden.“

Trump hatte zuletzt wiederholt erklärt, die USA hätten die volle Kontrolle über die Meerenge. „Sie gehört uns“, sagte er etwa am Dienstagabend. Die Iraner hätten keine Kontrolle. Irgendwann würden die Iraner „vielleicht etwas unternehmen, und dann werden sie hinweggefegt“, drohte er.

Die britische Behörde zur Sicherheit der Schifffahrt (UKMTO) hatte zuletzt berichtet, Angriffe und Bedrohungen durch Irans Revolutionsgarden in der Meerenge hielten an. Sie zeigten, dass Iran seine Präsenz entlang wichtiger Transitrouten behaupten und den Druck auf durchfahrende Schiffe aufrechterhalten wolle. Es bestehe weiterhin das Risiko treibender oder nicht kartierter Minen. Handelsschiffe verkehrten nur auf reduziertem Niveau. 

Bei Oman auf Grund gelaufen: Öl aus Tanker erreicht Festland

Das Öl des vor der Küste des Oman auf Grund gelaufenen Tankers hat das Festland erreicht. Der ausgelaufene Rohstoff treibt weiter nordöstlich an der omanischen Insel al-Kiblija vorbei und ist teilweise bereits am Festland angekommen, wie die Weltschifffahrtsorganisation IMO mitteilt. Der Öltanker Caroline Bezengi wird Russlands sogenannter Schattenflotte zugerechnet und steht unter EU-Sanktionen.

Nach IMO-Angaben war der Tanker mit insgesamt 130 000 Tonnen Öl beladen, das bereits „für einige Zeit“ aus diesem auslaufe. Der Zugriff auf das Schiff sei durch den Monsun in der Region eingeschränkt und sorge für Verzögerungen bei der Bergung, teilt die IMO weiter mit. Ein Notfallplan für den Fall einer Ölpest sei eingerichtet.

Greenpeace warnt weiter davor, dass es zu einer Umweltkatastrophe von gewaltigem Ausmaß kommen könnte. Die durch das Öl verschmutzte Fläche sei mittlerweile auf 1000 Quadratkilometer angewachsen, teilte die Umweltorganisation unter Beruf auf Satellitenaufnahmen von Dienstag mit. Am vergangenen Donnerstag war noch von 600 Quadratkilometern die Rede gewesen. Die Situation sei „ein weiteres alarmierendes Beispiel für die erheblichen Umweltrisiken, die von der sogenannten russischen Schattenflotte ausgehen“, sagte die Greenpeace-Expertin Nina Noelle auf Anfrage.
© SZ/dpa/Reuters/KNA/epd/Bloomberg - Rechte am Artikel können Sie hier erwerben.
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