Seit acht Tagen protestieren die Ägypter gegen die autokratische Regierung von Präsident Mubarak. Für diesen Dienstag hatten Oppositionsgruppen zum "Marsch der Million" aufgerufen. Der Sender al-Dschasira berichtet, dass es mehr als eine Million waren, die sich auf dem zentralen Tahrir-Platz in Kairo versammelt haben. Es ist die größte Demonstration seit Beginn der Proteste. Auch in anderen Städten Ägyptens sind die Menschen zahlreich auf die Straße gegangen, in Agenturberichten ist die Rede von bis zu zwei Millionen. Sie drängen auf den Rücktritt von Präsident Mubarak. Zehntausende wollen auch in der Nacht ausharren - bis Mubarak ihrer Forderung nachkommt. Die aktuellen Entwicklungen aus Kairo im Live-Ticker.
Ägypten: "Marsch der Million":Die Hoffnung ruht auf der Straße
Die Organisatoren haben ihr Ziel erreicht: Millionen Ägypter marschieren im ganzen Land gegen das verhasste Regime von Präsident Mubarak. Die Armee zeigt Präsenz und kontrolliert den Zugang zu den zentralen Plätzen genau. Bisher bleibt alles friedlich.
Der Internetdienst Google schafft einen Offline-Zugang zum Microblogging-Dienst Twitter und Außenminister Guido Westerwelle fordert das Regime Mubarak zum Dialog mit den Oppositionellen auf. Das allerdings sperrt indessen die Zufahrtsstraßen in die ägyptische Haupstadt: Lesen Sie hier die Ereignisse vom Dienstagmorgen nach.