Medienfreiheit in LitauenWenn Katzen Rundfunkdirektoren wählen

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Menschen protestieren auf dem Unabhängigkeitsplatz vor dem Parlamentspalast in der litauischen Hauptstadt Vilnius gegen den Mediengesetzentwurf.
Menschen protestieren auf dem Unabhängigkeitsplatz vor dem Parlamentspalast in der litauischen Hauptstadt Vilnius gegen den Mediengesetzentwurf. (Foto: Mindaugas Kulbis/AP/dpa)

In Litauen laufen seit Wochen Demos gegen das geplante Mediengesetz, Kritiker bangen um die Freiheit des öffentlich-rechtlichen Rundfunks. Der Präsident warnt vor Spaltung – und die Opposition stellt Scherz-Anträge.

Von Viktoria Großmann, Warschau

Die Stimmung in Litauen ist in diesem Advent alles andere als besinnlich, eine hitzige Debatte über die demokratische Zukunft beschäftigt das Land. Mehrmals haben Tausende Menschen gegen ein geplantes Mediengesetz demonstriert. Das „freie Wort“ sei in Gefahr, steht auf ihren Plakaten. Die Europäische Rundfunkunion mit Sitz in Genf hat sich in einem besorgten Brief an den Seimas, das litauische Parlament, gewandt. Mehr als 143 000 Litauer haben eine Petition zur Unterstützung der Medienfreiheit unterzeichnet. Sie gilt als die erfolgreichste Petition aller Zeiten in dem Land mit knapp 2,9 Millionen Einwohnern.

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