LinksextremismusGewalt gegen Gewalt

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Den Samstag hat die linksradikale Szene zum "Tag X" ausgerufen. Für mehrere Städte sind Proteste, wie auf dem Bild im Herbst 2021 in Leipzig, angekündigt.
Den Samstag hat die linksradikale Szene zum "Tag X" ausgerufen. Für mehrere Städte sind Proteste, wie auf dem Bild im Herbst 2021 in Leipzig, angekündigt. Jan Woitas/picture alliance/dpa/dpa-Zentral

Die mutmaßliche Linksextremistin Lina E. steht für eine Serie von Angriffen auf Neonazis vor Gericht. Der Prozess ist politisch aufgeladen, schon vor der Urteilsverkündung an diesem Mittwoch ruft die linke Szene den "Tag X" aus.

Von Iris Mayer, Dresden

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Die entscheidenden Worte hat sie sauber notiert, blaue Handschrift auf weißem Papier, abgeheftet in einem Klarsichtordner. Da steht der Dank an ihre Eltern und ihre "starken Omis", an ihre Anwälte, die Freundinnen und alle, die ihr noch Briefe schreiben und sie im Gefängnis besuchen. "Mein letztes Wort in diesem Prozess", liest die Angeklagte Lina E. am 97. Verhandlungstag mit leichtem Stocken in der Stimme vor, "soll Danke sein." Es gibt Applaus im Zuschauerraum, wo die 28-Jährige seit Prozessbeginn vor eineinhalb Jahren von ihren Anhängern als Heldin bejubelt wird. Dann schließt der Vorsitzende Richter Hans Schlüter-Staats die Verhandlung.

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