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Libyen:Vormarsch verlangsamt

Die selbst ernannte Libysche Nationale Armee hat ihr Vorrücken auf Tripolis aus Sorge um Zivilisten verlangsamt. Das sagte Abdelhadi Lahuidsch, der oberste Diplomat der Regierung im Osten Libyens, die mit der LNA verbündet ist. Das UN-Flüchtlingshilfswerk teilte am Montag mit, dass die Kämpfe um die Hauptstadt mehr als 32 000 Menschen vertrieben hätten. Bei den am 5. April ausgebrochenen Kämpfen rückt die von General Chalifa Haftar angeführte LNA auf Tripolis vor, wo die international anerkannte Regierung ihren Sitz hat. Diese rivalisiert mit der Regierung im Osten. Die Zahl der Todesopfer der Auseinandersetzungen in diesem Monat ist auf 254 gestiegen, wie die Weltgesundheitsorganisation am Sonntag mitteilte. 1228 Menschen seien verletzt worden. Seit Beginn der Offensive haben Haftars Truppen die Bezirke Gharjan und Qasr Bani Ghashir sowie kleinere Städte und den geschlossenen alten Flughafen von Tripolis eingenommen. Derzeit wird um die Kontrolle über Ain Sara und Asisjia gekämpft, zwei Städte in der Nähe der Hauptstadt, und um den Bezirk Abu Salim, etwa sieben Kilometer vom Zentrum von Tripolis entfernt.

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