TürkeiLibyscher Generalstabschef stirbt bei Flugzeugabsturz

Mitglieder einer Sicherheitseinheit stehen in der libyschen Hauptstadt Tripolis Wache (Archivbild).
Mitglieder einer Sicherheitseinheit stehen in der libyschen Hauptstadt Tripolis Wache (Archivbild). Yousef Murad/AP/dpa

Die Maschine mit Mohammed al-Haddad an Bord startet in Ankara, doch nach etwa 40 Minuten bricht der Kontakt ab.

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Der Generalstabschef der libyschen Regierung in Tripolis, Mohammed al-Haddad, ist bei einem Flugzeugabsturz in der Türkei ums Leben gekommen. Das teilte Ministerpräsident Abdel Hamid Dbaiba mit. Al-Haddad und seine vier Begleiter seien bei einem „tragischen und schmerzhaften Unfall“ auf der Rückreise von einem offiziellen Besuch in der Türkei ums Leben gekommen. Der Kommandeur der libyschen Bodentruppen sei ebenfalls an Bord gewesen.

Das Flugzeug vom Typ Falcon 50 war nach türkischen Angaben aus Ankara gestartet, ehe nach gut 40 Minuten Flugzeit der Kontakt abbrach. Die Trümmer der Maschine seien etwa 80 Kilometer südlich der türkischen Hauptstadt gefunden worden, teilte der türkische Innenminister Ali Yerlikaya auf X mit. Zuvor sei eine Notlandemeldung eingegangen.

Türkische Rettungsteams suchen nach den Überresten des abgestürzten Privatjets.
Türkische Rettungsteams suchen nach den Überresten des abgestürzten Privatjets. Efekan Akyuz/AP/dpa

Al-Haddad war Generalstabschef der Dbaiba-Regierung in Tripolis, die mit der Regierung in Ost-Libyen verfeindet ist. Die Türkei gilt als wichtigster Unterstützer der Regierung in Tripolis. Ankara hatte ihr 2019 durch militärische Unterstützung geholfen, eine Großoffensive abzuwehren, bei der General Chalifa Haftar Tripolis einnehmen wollte.

In Libyen tobte nach dem Sturz des Langzeitherrschers Muammar al-Gaddafi 2011 viele Jahre ein Bürgerkrieg. Heute ist das nordafrikanische Land, in dem Milizen und ausländische Staaten weiter um Macht und Ressourcen ringen, faktisch gespalten.

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