Libyen Autobombe tötet in Bengasi drei Menschen

Bei der Explosion einer Autobombe sind in der libyschen Stadt Bengasi am Montag mindestens drei Menschen getötet worden.

Bei der Explosion einer Autobombe sind in der libyschen Stadt Bengasi am Montag mindestens drei Menschen getötet worden. 17 weitere seien verletzt worden, berichtete ein Arzt. Der Sprengsatz sei vor einem Krankenhaus detoniert. Ein Augenzeuge berichtete, Menschen seien in Panik geflohen. Vor dem Krankenhaus strömten Hunderte wütende Bewohner zusammen und machten bewaffnete Gruppen für den Anschlag verantwortlich. Sie forderten die Vertreibung der Milizen aus der Stadt, in der vor zwei Jahren der Aufstand gegen die 42-jährige Herrschaft von Machthaber Muammar Gaddafi begonnen hatte.

Am Sonntag hatte der britische Erdölkonzern BP Konsequenzen aus der verschlechterten Sicherheitslage in Libyen gezogen und den Abzug nicht unbedingt benötigten Personals angeordnet. In jüngster Vergangenheit ist es in Libyen verstärkt zu Gewalttaten gegen Diplomaten, Militärangehörige und Polizisten gekommen. Mehrere Diplomaten verließen in der vergangenen Woche die Hauptstadt Tripolis. Dort hatten bewaffnete Gruppen zwei Wochen lang zwei Ministerien belagert.