Joseph Boakai, Liberias 81-jähriger Staatspräsident, hat einen Spitznamen, der ihn nicht gerade zum besten Freund von US-Präsident Donald Trump prädestiniert. Er lautet: „Sleepy Joe“ – so wie bei Trumps Vorgänger und Lieblingsfeind Joe Biden. Doch das hat Joseph Boakai nicht daran gehindert, eine – zumal für einen Staatschef aus Afrika – ausgesprochen herzliche Arbeitsbeziehung nach Washington aufzubauen. Ganz im Gegenteil.
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2025 wurde der liberianische Präsident Joseph Boakai bei seinem Besuch im Weißen Haus von Donald Trump für sein gutes Englisch gelobt. Englisch ist Liberias Amtssprache.
White House/IMAGO/ZUMA Press WireFür ihre rabiate Abschiebepolitik sucht die US-Regierung weltweit nach Partnern – und hat in Westafrika einen besonders aufnahmewilligen Drittstaat gefunden. Liberias Regierung spricht von einer „Geste rein humanitärer Natur“.
Von Paul Munzinger, München
