Hier kommt es auf jedes Wort an. Der Bundesinnenminister formuliert sehr behutsam. Er spricht von einer „hybriden“ Attacke durch „möglicherweise auch fremde Mächte“, ohne diese Mächte beim Namen zu nennen. Der CSU-Politiker Alexander Dobrindt meint damit ein Geschehen am Dienstagabend: eine mit Sprengstoff beladene Drohne, eine Kriegswaffe also, die am Flughafen Leipzig/Halle gesichtet und gestoppt wurde. Ein solcher Angriff habe eine „neue Gefahrenqualität“, sagt der Minister. Es sind Vokabeln aus der Welt des Krieges. „Hybrider“ Schlag, „fremde Mächte“ – wird Deutschland gerade angegriffen? Was würde es bedeuten, wenn Russland dafür verantwortlich wäre? Ein Blick auf die völkerrechtliche Lage der Dinge.
Anschlagsversuch in LeipzigIst das ein kriegerischer Akt?
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Noch ist nicht ermittelt, wer die mit Plastiksprengstoff bestückte Drohne auf den Leipziger Flugplatz gesteuert hat – Polizisten suchen am Freitag das Gelände ab. Im Hintergrund stehen auf Grund von Sanktionen festgesetzte Transportmaschinen der russischen Airline Volga-Dnepr.
Sebastian Willnow/dpaBisher ist nicht klar, ob wirklich Russland hinter der Attacke auf den Flughafen in Leipzig steckt. Doch die Folgen eines solchen Befundes wären weitreichend.
Von Ronen Steinke, Berlin
