Lars Klingbeil hat seinen Zuversichts-Panzer angezogen. Er soll ihn schützen vor den Angriffen der sächsischen Jusos, die nun auf dem SPD-Landesparteitag in Dresden die Bühne betreten, einer nach dem anderen, und dem Parteichef ihre Meinung entgegen schmettern. „Nach diesem Wahlergebnis wäre radikale Selbstkritik erforderlich gewesen“, ruft Hannah Lilly Lehmann, Vorsitzende der Leipziger Jusos. Stattdessen: „billige Machtmanöver“, „fehlende Demut“, „Taschenspielertricks“. Da hat sich ganz offensichtlich etwas angestaut, seit Klingbeil im Februar die historische Niederlage der SPD bei der Bundestagswahl zu verantworten hatte und danach dennoch alle Macht auf sich vereinte. „Lars, du willst Verantwortung übernehmen. Dann fang damit an!“
Haushalt, Kommunen, ParteitagDie Schicksalswoche des Lars Klingbeil
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SPD-Parteichef Lars Klingbeil bei seiner Rede auf dem Landesparteitag in Dresden.
Sebastian Kahnert/Sebastian Kahnert/dpaAls Finanzminister legt er in dieser Woche seinen ersten Haushalt vor. Als Vizekanzler soll er ferner den Streit mit den Länderchefs befrieden. Und als Parteichef muss er einen heiklen SPD-Parteitag überstehen. Es geht gerade um viel.
Von Vivien Timmler, Cottbus/Dresden
