Wahl in Brandenburg:Operation Schadensbegrenzung

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„Es war ein hartes Stück Arbeit“: Dietmar Woidke, Ministerpräsident und Vorsitzender der SPD in Brandenburg, steht nach Bekanntgabe der ersten Prognosen bei der SPD-Wahlparty auf der Bühne. (Foto: Kay Nietfeld/dpa)

Ministerpräsident Dietmar Woidke hatte die Abstimmung zur „Schicksalswahl“ stilisiert. Die Zuspitzung auf den Zweikampf zwischen SPD und AfD hat ihm ohne Zweifel geholfen, doch Sieg und Niederlage lagen an diesem Abend so nahe beieinander wie selten.

Von Jan Heidtmann

Wo eine Partei nach der Wahl feiert, ist auch eine Art Prognose über den Ausgang einer Abstimmung: Wie groß ist der Ort? Wie heiter kann es dort tatsächlich zugehen? Wird es Musik geben? Daran gemessen, gab sich die SPD in Brandenburg am Sonntagabend nach der Landtagswahl bescheiden. „Gaumenarche“ heißt das Lokal ihrer Wahl, eine sogenannte Eventlocation mitsamt Kochschule. In dem überschaubar großen Hof sind Gartenversionen von Biertischen und Bierbänken aufgebaut, dazu eine kleine Bühne. „Gute Wahl“ oder „Echt stark“ verkünden Aufsteller auf den Tischen, unverbindlicher geht es kaum. Für eine Partei, die seit mehr als 30 Jahren das Land regiert, wirkt das etwas mutlos.

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