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Landtagswahl Mecklenburg-Vorpommern:Rot-grüner Jubel, schwarz-gelbe Katerstimmung

SPD und Grüne feiern ihren Sieg, bei den Liberalen und der CDU gibt es lange Gesichter - und einen Rücktritt. Der Wahltag in Mecklenburg-Vorpommern in Bildern.

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Supporters of SPD top candidate Sellering react after hearing first exit polls for the Mecklenburg-Vorpommern state election in Schwerin

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Hochstimmung bei der SPD: Nach den Hochrechnungen kommen die Sozialdemokraten im Nordosten auf 37 Prozent der Stimmen - und bauen damit ihre Stellung als stärkste politische Kraft aus. Spitzenkandidat Erwin Sellering kann sich seinen Koalitionspartner aussuchen: Macht er weiter mit der CDU? Oder holt er die Linken zurück ins Boot?

Landtagswahl Mecklenburg-Vorpommern

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Am Wahlabend will sich Sellering noch nicht auf einen Mit-Koalitionär festlegen. Die SPD werde mit allen sprechen und ausloten, mit welchem Partner die beste sozialdemokratische Politik möglich sei, sagt der Landesvater. Auch ein Zusammengehen mit der Linken schließe er zum jetzigen Zeitpunkt nicht aus. Bisher regiert in Mecklenburg-Vorpommern eine große Koalition aus SPD und CDU.

Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern

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Die Grünen jubeln ebenso: Die Partei kommt auf etwa 8,5 Prozent - und ist damit erstmals im Schweriner Landtag und damit in allen deutschen Landesparlamenten vertreten.

Landtagswahlen Mecklenburg-Vorpommern - CDU

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Bei der CDU hingegen gibt es lange Gesichter: Die Anhänger der Regierungspartei zeigen sich enttäuscht über den Wahlausgang. Doch trotz ihres historisch mauen Ergebnisses bei der Landtagswahl will die CDU in Mecklenburg-Vorpommern weiter mitregieren. "Das Land braucht stabile Verhältnisse und Kontinuität", sagte der Landesvorsitzende und Spitzenkandidat Lorenz Caffier: Er will Innenminister unter Sellering bleiben.

Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern

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Zu den klaren Verlierern der Wahl gehört die FDP: Die Liberalen fallen unter die Fünf-Prozent-Hürde. Christian Ahrendt, der Landesvorsitzende der FDP in Mecklenburg-Vorpommern tritt sofort zurück.

Vor fünf Jahren hatten die Liberalen noch 9,6 Prozent der Stimmen erhalten. Mit dem aktuellen Ergebnis setzt sich die Serie der FDP-Wahlschlappen in diesem Jahr fort. Besonders bitter: Die rechtsextreme NPD schafft den Wiedereinzug in den Schweriner Landtag.

Landtagswahl Mecklenburg-Vorpommern

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Die Wahlbeteiligung fällt erschreckend gering aus. Wegen der gleichzeitigen Wahl von Landtag, Kreistagen und Landräten kommt es zwar zu längeren Wartezeiten bei den Wahllokalen, doch nur 52 Prozent gaben überhaupt ihre Stimme ab - der Rest der 1,4 Millionen Wahlberechtigten blieb zu Hause.

Landtagswahl Mecklenburg-Vorpommern

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Erwin Sellering, der amtierende Ministerpräsident und Spitzenkandidat der SPD, bei der Stimmabgabe mit seiner Ehefrau Britta. Der gebürtige Westdeutsche hatte 2008 das Amt des Ministerpräsidenten in der laufenden Legislaturperiode von Harald Ringstorff übernommen.

Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern

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Helmut Holter, Fraktionsvorsitzender der Linken im Landtag und Spitzenkandidat bei den Landtagswahlen, beim Wählen mit seiner Ehefrau Karina. "Ich bin optimistisch, dass wir auf über 17 Prozent kommen", so Holter - eine zutreffende Einschätzung: Seine Partei erhielt etwa 18 Prozent. Holter, der bis 2006 Arbeitsminister in einer rot-roten Koalition war, wirbt für eine Neuauflage der Koalition: Die Linke sei der attraktivere Partner für den Favoriten SPD, sagt er. "Wahlversprechen wie das längere gemeinsame Lernen und den Mindestlohn kann die SPD mit der CDU nicht hinbekommen".

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Spitzenkandidat der Grünen, Jürgen Suhr, beim Wählen in Stralsund mit Tochter Nele-Marie. Der 52-Jährige aus Remscheid ist seit 2004 Landeschef und seit 2002 Mitglied in der Bürgerschaft in Stralsund.

Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern

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Ko-Spitzenkandidatin der Grünen ist Silke Gajek. Sie gab ihre Stimme in ihrer Heimatstadt Schwerin ab. Zwischenzeitlich trat sie wegen der Afghanistan-Politik aus der Partei aus, kehrte zurück und sitzt in der Stadtvertretung der Landeshauptstadt - und demnächst im Landtag.

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Lorenz Caffier wählt in Neustrelitz. Der Spitzenkandidat der CDU ist ein politisches Urgestein in Mecklenburg-Vorpommern. Er war Mitglied der ersten und zugleich letzten frei gewählten Volkskammer der DDR. Dem Landtag in Schwerin gehört der heute 56-Jährige seit dessen Anfängen im Herbst 1990 an.

Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern

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Gino Leonhard, Spitzenkandidat der FDP, nach der Stimmabgabe in Ralswiek. Leonhard stammt von der Insel Rügen. Vor fünf Jahren kam er in den Landtag und wurde Parlamentarischer Geschäftsführer. Weil Fraktionschef Michael Roolf im April nicht die erforderliche Mehrheit erhielt, wählten die Parteimitglieder den weitgehend unbekannten Leonhard auf Listenplatz eins.

© sueddeutsche.de/maza/odg
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