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Landtag - Schwerin:Mehr Geld für Jugendarbeit

Schwerin (dpa/mv) - Sozialministerin Stefanie Drese (SPD) will mehr Geld für die Kinder- und Jugendarbeit in Mecklenburg-Vorpommern ausgeben. Während es in der Vergangenheit darum gegangen sei, die Angebote trotz Geburtenknicks nach der Wende soweit wie möglich aufrechtzuerhalten, gehe es nun um die qualitative und quantitative Verbesserung in der Kinder- und Jugendarbeit, sagte Drese. "Wir werden das Kinder- und Jugendförderungsgesetz reformieren und wir wollen die Fördersätze für die öffentlichen und privaten Träger anheben." Dies solle parallel zur Aufstellung des neuen Doppelhaushalts 2020/21 geschehen. Zahlen nannte Drese nicht.

Die Linke fordert ein Anheben der Förderung um 50 bis 100 Prozent in einzelnen Positionen - insgesamt um 3,65 Millionen Euro im Jahr, wie die Fraktionsvorsitzende Simone Oldenburg erklärte. Diese Summe resultiere aus der Anhebung der Fördersätze je Kind und Jugendlichem im Land und aus einer Ausweitung der Jahrgänge. Bislang gibt das Land für die Kinder- und Jugendarbeit eine Summe aus, die sich an der Zahl der 10- bis 26-Jährigen im Land orientiert. Die Linke will, dass die Altersgruppe auf 6 bis 26 Jahre ausgeweitet wird. Auch jüngere Kinder nähmen Angebote regelmäßig in Anspruch, sagte Oldenburg.

Sie kritisierte, dass das Kinder- und Jugendförderungsgesetz des Landes seit 20 Jahren nicht angepasst worden sei. Damit sei auch die Landesförderung nicht erhöht worden. Das müsse jetzt nachgeholt werden. Das Gesetz regelt die Jugendarbeit, Jugendsozialarbeit und Jugendverbandsarbeit.