Antipersonenminen„Wie im Ersten Weltkrieg“

Lesezeit: 5 Min.

Auf vermintem Boden: ein aserbaidschanischer Soldat in der zwischen Armenien und Aserbaidschan umstrittenen Region Berg-Karabach.
Auf vermintem Boden: ein aserbaidschanischer Soldat in der zwischen Armenien und Aserbaidschan umstrittenen Region Berg-Karabach.
EMMANUEL DUNAND/AFP

Tod, Verstümmelung, zigtausendfaches Leid: Landminen wurden 1997 im Ottawa-Vertrag geächtet – doch russische Nachbarländer wie Finnland wollen das Abkommen jetzt verlassen. Was hält der Experte Henrique Garbino davon?

Von Alex Rühle

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Am Dienstag gab der finnische Premierminister Petteri Orpo bekannt, dass Finnland bis zum Sommer aus dem Ottawa-Abkommen austreten wird. Der Vertrag verbietet Einsatz, Produktion, Lagerung und Weitergabe von Antipersonenminen (APM). Anfang März hatten schon Polen, Litauen, Lettland und Estland angekündigt, das Abkommen zu verlassen. Henrique Garbino hofft, dass nicht weitere Länder folgen. Er war von 2006 bis 2017 Spezialist für Kampfmittelbeseitigung in der brasilianischen Armee und danach als Berater und Ausbilder an vielen internationalen Minenräumaktionen beteiligt.

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