Lage (dpa/lnw) - Auf verschlungenen Wegen sind 32 Kinder und ihre Betreuer aus der Ukraine geflohen und nun seit zwei Wochen in NRW in Sicherheit: Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) besuchte das aus Mariupol evakuierte Kinderheim am Mittwoch in Lage im Kreis Lippe. Zwei couragierte Geschwister hätten die Kinder mit ihren Betreuern nach Nordrhein-Westfalen geholt, schilderte Wüst. Das sei ein großartiges Engagement, das den Kindern ermögliche, nach den schrecklichen Ereignissen des Angriffskriegs von Präsident Wladimir Putin wieder allmählich zur Normalität zurückzufinden.
Auch in NRW setze man der Menschenverachtung Putins die Nächstenliebe entgegen, betonte Wüst. Die Kinder und ihre Betreuer seien zwei Wochen quer durch die Ukraine bis nach Rumänien geflüchtet. Initiatoren und Organisatoren der Aktion waren Erika Rosenfeld und ihr Bruder David Albrecht, der Kinder mit dem Mannschaftsbus des 1. FC Lok Leipzig aus Rumänien abgeholt hatte. Jetzt seien die Kinder gut untergebracht und kämen langsam zur Ruhe, berichtete der Ministerpräsident.
Die Mädchen kund Jungen zwischen fünf und 18 Jahren wohnen laut Staatskanzlei im Haus Stapelage, das früher eine Behinderteneinrichtung war. Nun sei es temporäre Heimat für das protestantische Kinderheim „Der gute Samariter“ aus Mariupol. Das sei möglich geworden auch dank des ehrenamtlichen Engagements der Freien Evangelischen Christen Gemeinschaft Arche. Das Heim sei mit ehrenamtlichen Helfern und Sachspenden innerhalb einer Woche für die Ankömmlinge vorbereitet worden.
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