KZ-Gedenkstätten Das Prinzip Provokation

Im Juli musste der Besuch einer AfD-Delegation in Sachsenhausen abgebrochen werden. Der Vorwurf: Verdacht auf Volksverhetzung durch Leugnung oder Verharmlosung des Holocaust sowie Störung der Totenruhe.

(Foto: Ralf Hirschberger/dpa)

Ob Buchenwald oder Sachsenhausen, wenn Mitglieder oder Anhänger der AfD deutsche NS-Gedenkstätten besuchen, wollen sie damit oft provozieren. Über neue Herausforderungen in Zeiten des Revisionismus.

Von Johanna Adorján

Vor Kurzem änderte die Gedenkstätte Buchenwald ihre Besucherordnung. "Jede Veröffentlichung in den Printmedien oder im Internet (Social Media) bedarf der Genehmigung durch die Direktion der Stiftung", heißt es neuerdings darin. Andere Änderungen betreffen das Äußern von rassistischen oder antidemokratischen Meinungen und das Tragen von Kleidungsstücken und Symbolen aus dem rechtsextremen Milieu.

Es gab Anlass, dies zu tun.

Volkhard Knigge leitet die Gedenkstätte Buchenwald seit 1994, seit bald einem Vierteljahrhundert. Er ist Historiker, 1954 geboren, hat unter anderem in Paris bei ...

Schule Grundkurs Einschüchterung

Schule und Politik

Grundkurs Einschüchterung

Die AfD überzieht Schulen und Lehrer in mehreren Bundesländern mit Beschwerden und Klagen. Über Politik-Unterricht, Widerstand und die Angst vor Denunziantentum.   Von Paul Munzinger