Als Jugendliche besuchte Ines Geipel zweimal die Gedenkstätte des ehemaligen Konzentrationslagers Buchenwald bei Weimar. Das erste Mal nahm sie 1974 an einer Art Jugendweihe auf dem früheren Appellplatz teil. Eine Mitschülerin fragte die Klassenlehrerin nach dem Pfarrer Paul Schneider, von dem die Großmutter immer als dem „Prediger von Buchenwald“ erzählte, der in diesem KZ gefoltert und ermordet worden war. Warum könne man nirgendwo auf dem Gelände seinen Namen lesen? Das Mädchen bekam keine Antwort.
Ines Geipels „Landschaft ohne Zeugen“Verhärtete Legenden
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In der KZ-Gedenkstätte Buchenwald wurde der antifaschistische Staatsmythos der DDR über Jahrzehnte gehegt und gepflegt. Noch heute glauben viele an kommunistische Helden. Die Schriftstellerin Ines Geipel zertrümmert diese gefühlte Wahrheit.
Rezension von Norbert F. Pötzl

Künstliche Intelligenz:„Neue Dimension der Fake History“
Ein jüdischer Junge, der in Auschwitz Geige spielt. Ein Soldat, der in Dachau menschliche Knochen vor dem Krematorium einsammelt: Bilder, die Szenen aus Konzentrationslagern zeigen, fluten derzeit soziale Medien. Das Problem: Sie sind durch KI erstellt. Über ein makaberes Geschäft auf Kosten historischer Fakten.
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