Vor wenigen Tagen erst saß Sebastian Kurz, perfekt frisiert und mit einem festgefrorenen Lächeln im Gesicht, in einem Fernsehstudio des ORF; er wollte Werbung machen für ein harmloses Buch über seine kurze und steile politische Karriere und sein schönes neues Leben als junger Vater und junger Unternehmer. Was er nicht wollte, war, belästigt zu werden mit Vorwürfen aus seiner Vergangenheit, die zu seinem Rücktritt vor einem Jahr führten, jedoch alle völlig falsch seien und bald schon zur Gänze aufgeklärt sein würden.
ÖsterreichSebastian Kurz und die Rache eines Gedemütigten
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Sebastian Kurz war der Slim-Fit-Politiker, dem alles zu gelingen schien. Und Thomas Schmid war da, wenn es Probleme gab. "Ich liebe meinen Kanzler", hat er ihm mal geschrieben - in besseren Zeiten
Hans Klaus Techt/picture allianceEin enger Vertrauter von Sebastian Kurz packt aus: Wir haben Gesetze gebrochen, Steuergeld veruntreut, Medien manipuliert. Wenn nur ein Bruchteil davon stimmt, könnten der frühere Kanzler und sein Machtzirkel bald vor Gericht stehen.
Von Cathrin Kahlweit, Wien
