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Kunstmarkt:Durch die Decke

Von 72 Dollar auf 127 Millionen in weniger als 60 Jahren. Geht nicht? Doch, auf dem Kunstmarkt schon. Dort schreiben immer öfter Experten zweitklassige Renaissance-Werke großen Meistern zu.

Es ist eine ehrwürdige Gesellschaft, die sich in dem klassizistischen kleinen Theatersaal eines Colleges in Cambridge trifft. Die Herren tragen Fliege, die Damen Perlenkette. Man kennt sich, scherzt, tauscht Komplimente und Anekdoten aus. Isn't it wonderful? Marvellous! Die Herrschaften sind Professoren für italienische Renaissancekunst, Autoren bedeutender Bücher über Michelangelo, Leonardo da Vinci, Tizian und Raffael. Sie interessieren sich nur für die Größten der Großen, und sie sind sicher: Niemand versteht von wahrem Genie so viel wie sie.

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