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Kulturpolitik - Stralsund:"Mein Mecklenburg-Vorpommern" von Kally Darm ist Landeslied

Stralsund (dpa/mv) - Der Titel "Mein Mecklenburg-Vorpommern" des Musikers Kally Darm ist das neue Landeslied. Es gewann den landesweiten Wettbewerb, zu dem der Landesheimatverband aufgerufen hatte. Die Jury gab ihre Entscheidung am Mittwochabend auf einer Gala in Stralsund bekannt. Sie konnte unter vier Finalisten auswählen.

Kally Darm, eigentlich Karl-Heinz Darm, zog kurz nach der Wende aus Schleswig-Holstein über die Elbe und lebt seit Jahren in Tessin bei Boizenburg (Landkreis Ludwigslust-Parchim). Er verbindet seine hochdeutschen Strophen ("Wenn im Frühjahr am Himmel die Kraniche zieh'n") zuletzt mit einem plattdeutschen Refrain.

Im Finale standen außerdem der Unterhaltungskünstler Gerd Brummund ("Willi Freibier") aus Woggersin bei Neubrandenburg, der ein plattdeutsches Lied einreichte, der gebürtige Rostocker Wolfgang Bernstein sowie die Autorin Ditte Clemens aus Güstrow, die sich gemeinsam mit dem Musiker Gerald Uhlendorf beteiligte. Der Sieg ist mit einem Preisgeld von 20 000 Euro verbunden. Die anderen Finalisten erhalten jeweils 1000 Euro. Drei der vier Titel wurden für das Landespolizeiorchester arrangiert und eingesungen, Brummunds Lied wurde mit eigener Instrumentierung veröffentlicht.

Zu dem Wettbewerb "So klingt Mecklenburg-Vorpommern" waren 150 Beiträge eingesandt worden. Bei einer Abstimmung online oder per Postkarte gaben fast 2300 Menschen ihr Votum ab. Das letzte Wort behielt sich jedoch die Jury vor.

Die Notwendigkeit eines Landesliedes wurde in den vergangenen Monaten kontrovers diskutiert. Es gibt bereits ein Pommern- und ein Mecklenburg-Lied sowie das Ostseewellenlied. Mit einem neuen Landeslied sollte die Einheit des Bundeslandes deutlich gemacht und der Bezug zur Gegenwart klar werden, hatte Kulturministerin Birgit Hesse (SPD) das Anliegen erläutert. Plagiatsvorwürfe gegen einen Wettbewerbsbeitrag seien durch ein musikwissenschaftliches Gutachten entkräftet worden, hieß es.