HonorarkürzungenPsychotherapeuten beklagen Nachteile für Patienten

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Depressionen, Burn-out, ADHS: Viele psychische Krankheiten nehmen seit Jahren zu. Auch die Zahl der Psychotherapeuten wächst, allerdings nicht stark genug.
Depressionen, Burn-out, ADHS: Viele psychische Krankheiten nehmen seit Jahren zu. Auch die Zahl der Psychotherapeuten wächst, allerdings nicht stark genug. Victoria Bonn-Meuser/DPA

Die Krankenkassen werden Psychotherapeuten ab April deutlich schlechter bezahlen – trotz aller Warnungen von ärztlicher Seite. Werden die Wartelisten für Menschen, die dringend Hilfe brauchen, jetzt noch länger?

Von Rainer Stadler

Im Herbst 2014 konnte Anja Schmitz ihr Glück kaum fassen: Unmittelbar nach der Approbation bekam die Psychotherapeutin für Kinder und Jugendliche einen Kassensitz zugewiesen. Sie war also sofort berechtigt, gesetzlich versicherte Patienten zu behandeln. Weil sie Kinder hatte, wollte sie Teilzeit arbeiten. Deshalb übernahm sie nur einen halben Sitz und beteiligte sich an einer Praxisgemeinschaft – das kommt oft vor, weil mehr Frauen als Männer diesen Beruf ausüben. An Arbeit mangelte es nicht, sie empfing 20 bis 25 Patienten pro Woche.

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