Im Herbst 2014 konnte Anja Schmitz ihr Glück kaum fassen: Unmittelbar nach der Approbation bekam die Psychotherapeutin für Kinder und Jugendliche einen Kassensitz zugewiesen. Sie war also sofort berechtigt, gesetzlich versicherte Patienten zu behandeln. Weil sie Kinder hatte, wollte sie Teilzeit arbeiten. Deshalb übernahm sie nur einen halben Sitz und beteiligte sich an einer Praxisgemeinschaft – das kommt oft vor, weil mehr Frauen als Männer diesen Beruf ausüben. An Arbeit mangelte es nicht, sie empfing 20 bis 25 Patienten pro Woche.
HonorarkürzungenPsychotherapeuten beklagen Nachteile für Patienten
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Die Krankenkassen werden Psychotherapeuten ab April deutlich schlechter bezahlen – trotz aller Warnungen von ärztlicher Seite. Werden die Wartelisten für Menschen, die dringend Hilfe brauchen, jetzt noch länger?
Von Rainer Stadler
