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Künftiger Staatssekretär Baake:Kleines Signal an die Grünen

Und ein kleines Signal an die Grünen steckt auch in der Berufung: Für eine zukünftige Zusammenarbeit findet sich fortan auch ein Anker im Ministerium des SPD-Chefs; eine kleine rot-grüne Koalition im Kreis seiner Staatssekretäre. Damit hat Baake ja auch schon reichlich Erfahrungen am eigenen Leib gesammelt.

Allerdings könnte der Grüne Baake es nun mit den Sozialdemokraten leichter haben als früher. Der natürliche Gegner eines Umwelt-Staatssekretärs war bislang stets der Amtskollege im Wirtschaftsministerium. Unter Jürgen Trittin musste Baake mit den Staatssekretären von Werner Müller und Wolfgang Clement über so heikle Dinge wie den Atomausstieg, das Dosenpfand oder den Emissionshandel für den Klimaschutz streiten; nicht selten übrigens mit Erfolg.

Die Rolle ist gar nicht so neu

Nun nimmt er selbst den Posten im Wirtschaftsministerium ein, und auf der "Gegenseite" sitzt als Staatssekretär jetzt ein alter Bekannter: Der Sozialdemokrat Jochen Flasbarth, bisher Präsident des Umweltbundesamtes. Unter Gabriel zu arbeiten ist für Baake noch nicht einmal so neu, er war nämlich schon einmal Staatssekretär von Sigmar Gabriel - acht Jahre ist es her. Damals war dieser, auch zu seiner eigenen Überraschung, Umweltminister geworden, sollte aber prompt zur Klimakonferenz ins kanadische Montreal reisen. Mit auf dieser Tour war damals: Der Grüne Rainer Baake, auf seine letzten Tage als Umwelt-Staatssekretär. Er habe, sagte Gabriel damals, auf dessen Erfahrung einfach nicht verzichten wollen.

© SZ vom 16.12.2013/ratz
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