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Kroatien und die EU:"Teil des inneren Kreises"

Zagreb dringt auf einen Beitritt zum Schengen- und Euro-Raum, fast alle Kriterien seien erfüllt, sagt der kroatische Premier vor EU-Abgeordneten. Kommissionschef Juncker mahnt, erst müssten Grenzkonflikte gelöst werden.

Von Alexander Mühlauer, Straßburg

Jean-Claude Juncker weiß ziemlich genau, wofür er Applaus bekommt. "Wenn wir eine Brücke über die Seine bauen, gibt es Beifall", sagt der EU-Kommissionspräsident sichtlich genervt. Doch an diesem Dienstag geht es im Europaparlament nicht um Frankreich, sondern um eine Brücke zwischen der kroatischen Halbinsel Pelješac und dem Festland. Nur interessiert das niemanden so recht - was wiederum Junckers Erregung erklärt. Anders als bei EU-geförderten Projekten in Westeuropa gebe es für Vorhaben in östlichen Staaten keinen Applaus, schimpft der Kommissionschef. So kommt es dann auch. Im Straßburger Plenum klatschen vereinzelt Abgeordnete, wahrscheinlich sind es kroatische. Ansonsten: Stille.

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