Hollandes Beliebtheit Plötzlich populär

Noch im Dezember war François Hollande der unbeliebteste Staatschef überhaupt.

(Foto: AFP)
  • Nach den Terroranschlägen von Paris steigt die Beliebtheit von Frankreichs Präsident Hollande und Premierminister Valls aufgrund ihres Krisenmanagements immens an.
  • Noch im Dezember war Hollande der unbeliebteste Staatschef überhaupt, seitdem hat die Zustimmung zu seinem Handeln um 21 Prozentpunkte zugelegt.
  • In Brüssel beraten die EU-Außenminister über den Kampf gegen Terrorismus.

Ansehen von Präsident und Premier steigt sprunghaft

Frankreichs Staatspräsident François Hollande hat seinem Krisenmanagement nach den islamistischen Terroranschlägen in Paris einen historischen Popularitätssprung zu verdanken. Die Zustimmung für Hollande sprang nach einer Befragung des Umfrageinstituts Ifop um 21 Prozentpunkte auf 40 Prozent. Noch im Dezember hatten nur 19 Prozent mit Ja auf die Frage geantwortet, ob sie das Handeln von Hollande gutheißen. Einen solch massiven Anstieg der Beliebtheit hat das führende französische Meinungsforschungsinstitut noch niemals registriert.

In seiner Befragung für das Magazin Paris Match und einen Radiosender stieg auch die Popularität von Premierminister Manuel Valls drastisch um 17 Prozentpunkte auf 61 Prozent - ein Rekordwert für Valls. Bereits in der vergangenen Woche war die steigende Beliebtheit von Präsident und Premierminister festgestellt worden. Doch lagen Hollandes Zustimmungswerte da noch bei nur 29 Prozent.

EU-Außenminister beraten über Anti-Terror-Maßnahmen

Nach den Attentaten von Paris beraten die Außenminister der 28 EU-Staaten in Brüssel über den Kampf gegen den Terrorismus. "Wir werden heute unter außenpolitischen Gesichtspunkten diskutieren, was zu tun ist", sagte Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier zum Auftakt der Gespräche. Dabei werde es auch darum gehen, wo möglicherweise ein engerer Austausch zu den Staaten der muslimischen Welt notwendig sei.

Die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini sagte, es müsse mit Ländern der muslimischen Welt, aber auch innerhalb der EU eine stärkere Zusammenarbeit geben. "Wir müssen mehr Informationen austauschen. Wir müssen mehr kooperieren", sagte die Italienerin. Dies gelte auch für Sicherheitsbehörden.