Israel und die palästinensische Regierung haben die Wiederaufnahme ihrer vor Monaten ausgesetzten wirtschaftlichen Zusammenarbeit vereinbart. Der israelische Finanzminister Jair Lapid und sein palästinensischer Kollege Schukri Bischara hätten sich darauf am Sonntag bei einem Treffen in Jerusalem verständigt, teilte das israelische Finanzministerium mit.
Die beiden erst seit kurzem amtierenden Minister berieten demnach über die "Umsetzung vertrauensbildender Maßnahmen" und legten einen Zeitplan für die wirtschaftliche Zusammenarbeit fest. "Die wirtschaftliche Zusammenarbeit wird für Israel und für die Palästinenserführung lohnend sein", erklärte Lapid der Mitteilung zufolge nach dem Treffen.
Bischaras Sprecher Rami Mahdawi führte aus, Israel habe sich verpflichtet, "jeden Monat den Betrag an Steuern auszuzahlen, die es im Namen der Palästinenserführung erhebt". Das Koordinierungskomitee beider Seiten werde ab der kommenden Woche wieder tagen.
Von Dezember 2012 bis März 2013 hatte die israelische Regierung die Überweisungen der im Namen der Palästinenser erhobenen Steuern ausgesetzt. Damit reagierte sie darauf, dass die UN-Vollversammlung die Palästinenser zum Beobachterstaat bei den Vereinten Nationen aufwertete.
Mit ihrer Vereinbarung wollen Israel und die Palästinenser ihre regelmäßigen Treffen zu technischen Fragen wiederaufnehmen. Dazu zählen nach palästinensischen Angaben der Grenzübergang zwischen Israel und den Palästinensergebieten, Treibstofflieferungen sowie Strom- und Wasserversorgung der Palästinenser und ihre medizinische Versorgung in israelischen Krankenhäusern.