LinksextremismusLina E. soll vorzeitig aus Haft freikommen

Die Angeklagte Lina E. bei der Fortsetzung des Prozesses im Jahr 2023 im Oberlandesgericht Dresden.
Die Angeklagte Lina E. bei der Fortsetzung des Prozesses im Jahr 2023 im Oberlandesgericht Dresden. Jens Schlüter/AFP

Das Oberlandesgericht Dresden hat die vorzeitige Freilassung von Lina E. befürwortet. Sie war als Teil der „Hammerbande“ wegen Angriffen auf Rechtsextreme verurteilt worden.

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Die Linksextremistin Lina E. soll vorzeitig aus der Haft freikommen. Das Oberlandesgericht Dresden habe sich mit einem entsprechenden Antrag nach Verbüßen von zwei Dritteln der Haftstrafe befasst und zu ihren Gunsten entschieden, sagte eine Gerichtssprecherin auf Anfrage. Darüber hatten zuvor die Leipziger Volkszeitung und die Sächsische Zeitung berichtet.

Zu Details des Beschlusses wollte die Sprecherin nichts sagen, weil es sich um eine nicht-öffentliche Entscheidung handle und Persönlichkeitsrechte der Betroffenen berührt würden. Die Entscheidung ist den Angaben zufolge noch nicht rechtskräftig.

Das Oberlandesgericht Dresden hatte Lina E. im Mai 2023 unter anderem wegen gefährlicher Körperverletzung und Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung schuldig gesprochen. Die Richter sahen es als erwiesen an, dass sie von 2018 bis 2020 an mehreren teils lebensgefährlichen Angriffen auf tatsächliche und vermeintliche Anhänger der rechten Szene in Sachsen und Thüringen beteiligt war.

Das Gericht verurteilte Lina E. zu fünf Jahren und drei Monaten Haft. Bis dahin hatte sie bereits zweieinhalb Jahre in Untersuchungshaft gesessen und war bis zur Rechtskraft des Urteils zunächst wieder auf freien Fuß gekommen.

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