Kriegsverbrechen in Syrien:Das Muster der Tyrannei

Lesezeit: 10 min

Kriegsverbrechen in Syrien: Munem Hillaneh, Zeuge Nummer eins, wurde im April 2015 im vierten Untergeschoss der Abteilung 235 des syrischen Geheimdienstes gefoltert. Jetzt will er darüber sprechen, vor deutschen Ermittlern.

Munem Hillaneh, Zeuge Nummer eins, wurde im April 2015 im vierten Untergeschoss der Abteilung 235 des syrischen Geheimdienstes gefoltert. Jetzt will er darüber sprechen, vor deutschen Ermittlern.

(Foto: Jessica Mintelowsky)

Sieben Syrer haben beim Generalbundesanwalt in Karlsruhe Strafanzeige gestellt. Sie wurden in Gefängnissen des Assad-Regimes gefoltert und wollen jetzt Zeugnis ablegen.

Von Lena Kampf und Nicolas Richter

Er würde sein Grab nie wieder verlassen, dachte er. Er war so tief unter der Erde, dass er nicht einmal mehr den Muezzin hörte. Es fiel kaum Licht in den fensterlosen Keller. Nur ein paar Geräusche hörte er, wenn er gerade bei Bewusstsein war. In unmittelbarer Nähe Schreie. Beine, die über den Boden des Ganges schleiften.

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